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Blaukittel in Meinerzhagen: Das Fest hat begonnen!

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Von: Gertrud Goldbach

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Schützenfest: In Reih und Glied traten die Schützen am Samstagnachmittag auf dem Otto-Fuchs-Platz an
In Reih und Glied traten die Schützen am Samstagnachmittag auf dem Otto-Fuchs-Platz an. © Gertrud Goldbach

„Ich begrüße jeden einzelnen von Euch ganz herzlich“, waren die ersten Worte, die Oberst Tom Hausmann am Samstagnachmittag an die in Reih und Glied auf dem Otto-Fuchs-Platz stehenden Schützen richtete.

Meinerzhagen - „Nach vielen 1461 Tagen freue ich mich, dass wir endlich unser Schützenfest feiern dürfen. Ich wünsche uns ein harmonisches und friedfertiges Schützenfest 2022. Das 35. Nachkriegsschützenfest beginn in diesem Augenblick!“

Auch Hauptfeldwebel Andreas Schulte erfreute sich an den vielen Schützen in ihren blauen Kitteln: „Ihr alle gebt ein großartiges Bild ab,“ sprach er und verlas die Regimentsbefehle in Kurzform.

Doch dann wurde es Zeit für die Schützen, sich zum Fahnenabholen zur Jesus-Christus-Kirche zu begeben. Mit Kutsche und begleitet von Musikgruppen ging es über die Hauptstraße und die Kirchstraße, wo bereits die Fahnenträger mit ihren Fahnen standen, die reihten sich in den Zug ein und marschierten gemeinsam zum Ehrenmal.

Pfarrer Dirk Gogarn verwies bei seiner Ansprache auf den Hebräer Brief. „Der Hebräerbrief fordert auf, zum Nicht-Aufgeben. Diese Aufforderung mache ich mir gerne zu eigen“, führte er aus und erinnerte an Schockerlebnisse die er hatte. „Mein erstes Schockerlebnis war der 1. September 2001, es kam dann die Finanzkrise, die Flüchtlingskrise 2015, die Coronapandemie, in der wir noch mittendrin sind ,und Putins Überfall auf die Ukraine.“ Für Pfarrer Dirk Gogarn wird nichts so bleiben, wie es war, alles ist verwundbar und zerbrechlich. „Eine Nachbarschaft und die Gemeinschaftspflege tun gut“, schloss er.

König Thorsten Tump legte im Rahmen des Gedenkens einen Kranz vor dem Ehrenmal nieder. Die Schützen stimmten gemeinsam in die Nationalhymne ein, bevor es für sie wieder zurück zum Otto-Fuchs-Platz ging, wo ein Platzkonzert auf dem Programm stand.

Bevor gegen 22 Uhr die offizielle Eröffnung des Fests im Festzelt auf der Vogelrute ansteht, ziehen die Schützen am Samstagabend noch traditionell mit Fackeln durch die Straßen. Hier hat der Wettermacher einmal mehr ganze Arbeit geleistet: Es ist trocken!

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