Petra Freudenreich: "Es darf kein Aussitzen, Wegschauen und Hinhalten mehr geben"

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66 Prozent der SPD-Mitglieder stimmten für die Große Koalition.

Meinerzhagen - Das am Sonntagvormittag bekannt gegebene Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums, bei dem 66 Prozent der Mitglieder für eine Neuauflage der Großen Koalition stimmten, stieß bei Vertretern der Meinerzhagener Sozialdemokraten auf gemischte Reaktionen.

„Ich freue mich über das doch eindeutige Ergebnis der Abstimmung mit 66 Prozent für die Groko“, sagte Rolf Puschkarsky, Vorsitzender der Meinerzhagener SPD-Ratsfraktion. Im Sinne des Ausspruchs von Franz Müntefering – „Man kann nur auf dem Platz gewinnen, nicht am Spielfeldrand“ – erhoffe er sich in den nächsten vier Jahren ein eindeutiges und klares Vorgehen der SPD in der Regierung.

Rolf Puschkarsky, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion in Meinerzhagen

„Den Gegnern der Groko muss ich leider sagen, dass sie in ihren Argumenten kein eindeutiges Ziel für die Zukunft unseres Landes formuliert haben“, sagte Puschkarsky. „Obwohl ich selber nach den Wahlen im September 2017 zur NoGroko tendiert habe, ist mir persönlich im Nachgang deutlich geworden, dass es nur so weitergehen kann, indem unsere SPD sich aktiv und inhaltlich einbringt.“ Es gehe jetzt darum, nach vorne zu schauen und zu gestalten.

Weniger positiv reagierte die Ortsvereinsvorsitzende Petra Freudenreich. „Das Mitgliedervotum ist eindeutig. Das akzeptiere ich“, sagte sie. Gleichzeitig sei sie stolz darauf, dass in den letzten Wochen diese respektvolle gelebte Demokratie in der ältesten Partei Deutschlands möglich gewesen sei.

Petra Freudenreich, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Meinerzhagen

„Dabei ging es immer um die gemeinsame Sorge der Menschen, die sozialen Themenbereiche nach vorne zu bringen“, sagte Freudenreich. Das sei für die SPD auf Dauer nur möglich, wenn man es schaffe, eine eindeutige Mehrheit zu bekommen. „Dafür werden wir kämpfen. Es darf kein Aussitzen, Wegschauen und Hinhalten mehr geben, denn es geht nicht nur um Deutschland.“

Die politischen Signale eines Landes würden von allen Menschen auf der Welt gesehen und gehört. „Sozialer und wirtschaftlicher Friede haben Auswirkungen auf alle Generationen in unserem Land“, sagte die Meinerzhagener SPD-Vorsitzende. „Ich wünsche mir nun, dass die Groko-Gegner und die Befürworter gemeinsam die Erneuerung der Partei mit der inhaltlichen Arbeit voranbringen.“

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