Dankeschön-Fahrt des SGV an den Rhein

Die Gruppe stellte sich am Rhein zu einem Erinnerungsfoto zusammen.

MEINERZHAGEN ▪ Das war ein unvergesslicher Tag:

Als Ziel der Dankeschön-Fahrt für den offenen Wandertag hatte SGV-Abteilungsvorsitzender Willi Müller einen Ausflug an den Rhein vorgeschlagen, ein Vorschlag, der allgemeine Zustimmung fand; denn der große Bus war mit 58 Teilnehmern bis auf den letzten Platz besetzt.

In Köln bestieg die Gruppe die MS Rheinenergie. Da kein Regen fiel und die Temperaturen angenehm waren, konnte man auch vom freien Oberdeck die Fahrt rheinaufwärts genießen. Vorbei an Bonn und Bad Godesberg erreichte das Schiff nach vierstündiger Fahrt Königswinter, wo es einen dreistündigen Aufenthalt gab. Der größere Teil der Gruppe nutzte ihn zu einer Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Drachenfels. Er ist mit seinen 321 Metern der steilste der Trachyt-Kuppen des Siebengebirges. Von dort hatte man einen guten Rundblick über Rhöndorf hinweg auf den Rhein und die Insel Nonnenwerth mit ihrem Kloster und in die Eifel. Einige Wanderer stiegen noch die wenigen Meter hinauf bis zu den Ruinen der 1117 vom Kölner Erzbischof Friedrich I, von Kärnten erbauten Burg. Der Trachyt, aus dem der Drachenfels besteht und der schon von den Römern ausgebeutet wurde, lieferte im 13. und 14. Jahrhundert das Hauptmaterial für den Bau des Kölner Doms.

Mit der Zahnradbahn oder zu Fuß auf dem Eselsweg ging es wieder hinunter nach Königswinter, wo man den Rest des Aufenthalts zu einem kurzen Bummel durch die Fußgängerzone und zu einer Kaffeepause nutzte. Dann ging es per Schiff weiter rheinaufwärts bis Linz, der „Bunten Stadt am Rhein“. Durch das circa 1329 erbaute Rheintor betritt der Besucher, der mit dem Schiff anreist, die Stadt. Linz ist vor allem bekannt wegen seiner verträumten Winkel und Gassen der Altstadt mit ihren Bürgerhäusern aus fünf Jahrhunderten. Sehenswert sind auch die Plätze, so der Burgplatz mit der Burg, die 1365 durch den Erzbischof von Köln als Zwing- und Zollburg errichtet wurde. Hier steht auch die Brunnenplastik des „Linzer Strünzers“ von 1980, die einer besonderen Eigenschaft der Linzer Bürger gewidmet ist: Sie neigen leicht zu Übertreibungen/zum Strunzen). Im Herzen der Altstadt liegt der Marktplatz. Die Besucher konnten sich an dem Glockenspiel erfreuen, das mehrmals am Tage von den 23 Glocken im Turm des Rathauses erklingt. Auf dem Platz steht auch der Ratsbrunnen, der die Stadtverordneten stets daran erinnern soll, dass die Bürger immer oben stehen, ob sie nun loben oder tadeln.

Das Lokal, in dem das Abendbrot eingenommen wurde, erreichte man nach einem viertelstündigen Spaziergang am Rheinufer entlang, so dass man gegen 20.30 Uhr den Bus besteigen konnte, der die Gruppe sicher nach Meinerzhagen zurückbrachte.

Im Namen aller Teilnehmer dankte Heribert Müller dem Vorsitzenden für die gute Organisation, der seinerseits noch einmal allen Helfern für ihren oft stundenlangen Einsatz und den Spendern dankte.

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