Dance Masters begeistern Publikum

+
Welche Anforderungen Stepptanz heute an die Tänzer stellt, zeigte am Donnerstagabend anschaulich eine Szene, die Showproben thematisierte.

Meinerzhagen - Die Fangemeinde von Tanz und Musik aus Irland ist groß und so waren am Donnerstagabend an der Abendkasse der Stadthalle nur noch wenige Eintrittskarten für die Show der Dance Masters zu haben, die auf tänzerische und musikalische Weise die Geschichte des irischen Stepptanzes erzählte.

Die Rahmenhandlung, eine Liebesgeschichte zwischen Patrick und Kate, war zwar kaum der Rede wert, aber das störte die wenigsten Zuschauer. Die meisten ließen sich begeistert von den Musik der grünen Insel mitreißen und verfolgten gebannt die Darbietungen der zwölf Tänzer und Tänzerinnen, die in rasantem Tempo über die Bühne wirbelten, mal laut- und schwerelos wie Ballerinen in Softshoes, mal mit kraftvoll donnernden punktgenauen „Klicks“ der Hardshoes.

Die Zuschauer lernten die Ursprünge des irischen Tanzes kennen, als im 18. Jahrhundert die Dance Masters – Tanzlehrer, die von Dorf zu Dorf reisten – der Landbevölkerung die ersten Schritte beibrachten, Tanzgruppen gegründet und Wettbewerbe ausgetragen wurden.

Tänzerische Zeitreise zu den Wurzeln des irischen Stepptanzes

Und sie erlebten das fulminante Comeback in den 60er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, als Elemente der Folkmusik Einzug hielten in die moderne Rock- und Popmusik und Tanzshows wie Riverdance und Lord of the Dance die Bühnen der Welt eroberten. Stets in authentischen Kostümen und mit ausgefeilter Choreografie dargeboten.

Eine Stimme aus dem Off erzählte die Geschichte und Live-Videoeinspielungen auf einer großen Leinwand hinter der Bühne brachten den Zuschauern die schnellfüßigen Akteure und ihre atemberaubende Bein- und Fußarbeit näher.

Megan Fay begeistere als Kate, Rachel Hunter als ihre „beste“, aber falsche Freundin. Kevin Coble gab den Patrick und lieferte sich mit seinem Nebenbuhler Kevin (Gavin Boyle) ein leidenschaftliches Steppduell mit blitzschneller Fußarbeit, für die das Publikum mehrmals begeistert Zwischenapplaus spendete.

Tosenden Beifall erhielten auch die drei Musiker, die zwischen den Tanzszenen zu Bildern von der grünen Insel mit ihrem Spiel für irische Lebensfreude sorgten: Aaron Dolan bearbeitet die Uillean Pipe, den irischen Dudelsack, bei dem der Blasebalg mit dem Ellenbogen mit Luft versorgt wird, dass es eine Freude war. Clan Farrelly glänzte mit zartem Flötenspiel und Shane Moran heizte dem Publikum mit Gitarre und Banjo ein. Unversehens fanden sich die Zuhörer „An der Nordseeküste“ wieder, als sie gerade noch dem Song vom „Wild rover“ gelauscht hatten, und folgten der Einladung zum Mitsingen nur zu gern.

Keine Überraschung also, dass Musiker und Tänzer erst nach mehreren Zugaben vom Publikum entlassen wurden, dass anschließend gern die Gelegenheit nutzte sich im Foyer Autogramme der Akteure zu holen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare