Zweithöchster Wert im Märkischen Kreis

Hohe Inzidenz in Meinerzhagen: Verwaltung verschärft Kontrollen

Während des Wochenmarkts in Meinerzhagen gilt auf dem Otto-Fuchs-Platz eine Maskenpflicht.
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Gilt nur während der Marktzeiten auf dem Otto-Fuchs-Platz: Eine Maskenpflicht ist für andere Bereiche im Stadtgebiet derzeit nicht geplant, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte.

Meinerzhagen entwickelt sich zu einem der Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen: Mit dem gestern gemeldeten Wert von 397,7 sank die Inzidenz im Vergleich zum Vortag zwar (407,52), doch die Volmestadt liegt kreisweit hinter Plettenberg (404,17) immer noch auf dem zweiten Platz. Eine Entwicklung, die die Stadtverwaltung handeln lässt.

Meinerzhagen - „Wir haben die Kontrollen im öffentlichen Raum massiv verschärft“, sagt Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter Bürgerdienste und damit auch für den Bereich Ordnung zuständig. Um insbesondere die bei jüngeren Gruppen beliebten Treffpunkte im gesamten Stadtgebiet anfahren zu können, sei das Personal verstärkt worden. „Wir sind bis in den späten Abend hinein im Einsatz und, wenn nötig, auch darüber hinaus“, betont Maikranz.

Ziel der Einsätze ist die konsequente Einhaltung der Corona-Schutzverordnung, die unter anderem Treffen im öffentlichen Raum mit höchstens einer Person aus einem anderen Hausstand ermöglicht. Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Paare gelten unabhängig von den Wohnverhältnissen als ein Hausstand.

Gruppen immer wieder ohne Abstand und Maske

Bei den Gruppen, die das Ordnungsamt in den vergangenen Tagen immer wieder antrifft, handelt es sich aber um Personen aus weitaus mehr unterschiedlichen Haushalten – die zudem mitunter keinerlei Vorsicht walten lassen, wie Heinz-Gerd Maikranz selbst bei einigen Fußstreifen erlebt hat. „Da steht man eng beisammen, und das auch noch ohne Maske“, berichtet der Fachbereichsleiter.

Je nach Einzelfall werde dann entschieden, ob ein Verfahren eingeleitet beziehungsweise Bußgeld fällig wird. „Das kommt nicht zuletzt auf das Verhalten der Leute an oder darauf, ob es sich um Wiederholungstäter handelt“, erläutert Maikranz. Die Reaktionen reichten von echter Einsicht bis hin zur Corona-Leugnung.

Einschlägig bekannte Treffpunkte

Angesichts der hohen Infektionszahlen in Meinerzhagen setzt die Verwaltung allerdings längst nicht nur auf die bekannten Treffpunkte im innerstädtischen Bereich, sondern fährt auch entlegene Orte an. „Die Hexeneiche im Heed gehört immer wieder zu den beliebten Stellen“, weiß der Fachbereichsleiter. Aber auch der „Klassiker“ Auf der Freiheit gehöre zur Liste der Stellen, wo immer wieder gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen werde.

„Uns ist natürlich klar, dass die Leute immer wieder andere Orte aufsuchen“, sagt Heinz-Gerd Maikranz. Aber man wolle Präsenz zeigen und deutlich machen, dass die Regeln im Sinne aller eingehalten werden müssen. Und zwar nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Raum. „Wir können in die Wohnungen natürlich nicht so einfach hinein, werden aber bei konkreten Verdachtsfällen Rücksprache mit der Polizei nehmen und handeln“, betont der Fachbereichsleiter.

Auf eine Maßnahme, die etwa in Lüdenscheid Anwendung findet, verzichtet Meinerzhagen vorerst: Eine Maskenpflicht – etwa in den Fußgängerzonen – sei aktuell kein Thema, so Maikranz. Die Frequenz an Passanten sei nicht so hoch, dass diese Maßnahme Effekte zeigen würde.

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