Bitte nicht alle auf einmal!

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Einrichtungsleiterin Ingrid Papst (Mitte) und Sozialdienstleiterin Martina Hüttebräuker (links) mit einer Bewohnerin am Besuchsfenster. Ausschließlich hier fand in den vergangenen Wochen der Kontakt zwischen den Bewohnern und ihren Angehörigen statt.

Meinerzhagen - „Bitte nicht alle auf einmal!“ Das ist der größte Wunsch von Ingrid Papst, Einrichtungsleiterin des Wilhelm-Langemann-Hauses, vor der am  Sonntag, 10. Mai, NRW-weit startenden Öffnung der Seniorenwohnheime für Besucher.

Gut sieben Wochen lang war wegen der Corona-Gefahr der Kontakt zwischen den Bewohnern und ihren Familien stark eingeschränkt. „Bei uns gab es am Haupteingang ein Kontaktfenster. Dort konnten Angehörige von außen mit dem im Haus befindlichen Familienmitglied sprechen“, erklärt Ingrid Papst. Ab dem morgigen Sonntag ist unter strengen Sicherheitsauflagen wieder ein direkter Kontakt je nach Wetterlage vor oder im Wilhelm-Langemann-Haus möglich. Über das Konzept dafür haben Ingrid Papst und ihr Team in den vergangenen Tagen intensiv nachgedacht. Dabei stand natürlich die Gesundheit der Senioren an erster Stelle, denn für sie stellt die Ansteckung mit dem Corona-Virus eine sehr große Gefahr dar. Folgende Regeln müssen die Besucher daher unbedingt beachten: Termine gibt es nur nach telefonischer Anmeldung. Nur ein Gast kann dann für eine bestimmte Zeit den Angehörigen besuchen. Dafür wird ein Platz im Freien oder ein Ort im Haus ausgewiesen. „Keinesfalls ist es so, dass den Besuchern alle Türen offen stehen und die Angehörigen in alle Zimmer hinein können“, betont Ingrid Papst. Ausgenommen von dieser strikten Regelung sind Senioren, die ihre Zimmer nicht verlassen können. „In diesen Fällen ermöglichen wir den Angehörigen nach Anmeldung den Besuch auf dem Zimmer“, erklärt Sozialdienstleiterin Martina Hüttebräuker. Dafür ziehen die Gäste eine spezielle, von der Einrichtung bereitgestellte Schutzkleidung an und werden dann von Mitarbeiterinnen des Hauses ins Zimmer geführt. „Grundsätzlich achten wir bei allen Besuchen darauf, dass der Sicherheitsabstand eingehalten wird“, unterstreicht die Sozialdienstleiterin. Aktuell informiert die Einrichtung die Angehörigen mittels eines Infobriefes über die Besuchsregelung. Natürlich freut sich das Team, dass demnächst wieder engere Kontakte zwischen Bewohnern und Familienangehörigen möglich sind. Wegen des Starts ausgerechnet an einem Sonntag, an dem auch noch Muttertag ist, rechnen die Mitarbeiter zum Auftakt mit sehr vielen Anfragen. „Wir werden wegen des Sicherheitskonzepts nicht sofort alle Besuchswünsche erfüllen können“, vermutet Einrichtungsleiterin Ingrid Papst. Ihre Bitte an die Familien der Bewohner: „Melden Sie sich für einen Termin in der Woche an. In absehbarer Zeit sollen wirklich alle unsere Bewohnerinnen und Bewohner ihre Gäste empfangen können.“

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