Nach erzwungener Schließung

Kaufhaus rüstet sich für Wiedereröffnung

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Auch das Kaufhaus Gassmann in Meinerzhagen verfügt über nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche - und darf deshalb am Montag wieder öffnen.

Meinerzhagen - Ab Montag dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen. Für Meinerzhagen und Kierspe bedeutet das de facto den Neustart des Einzelhandels, denn: Kaum ein Anbieter, der bislang nicht ohnehin geöffnet haben durfte, verfügt über eine annähernd große Fläche. Mit einer Ausnahme.

An der Meinerzhagener Oststraße hat der sogenannte Non-Food-Discounter „Action“ eine Service- und Verkaufsfläche von etwa 1000 Quadratmetern. Eigentlich. 

Doch bereits seit Inkrafttreten der allgemeinen Ladenschließung, die unter anderem nur Supermärkten und Drogerien einen Weiterverkauf erlaubte, hat auch „Action“ seine Ladenfläche reduziert. Dort können seither auf einem Bruchteil der eigentlichen Verkaufsfläche nur noch Lebensmittel sowie Drogeriewaren gekauft werden. Daran dürfte sich auch ab Montag nichts ändern, da die 1000-Quadratmeter-Grenze auf keinen Fall erreicht werden darf. 

Auch Kaufhaus eröffnet wieder

Für die anderen Geschäfte in der Region gilt: Öffnen erlaubt! So auch für das Warenhaus Gassmann, das bereits vor der Reduzierung seiner Ladenfläche im Jahr 2017 auf „nur“ 800 Quadratmeter seine Waren verkauft hatte. Einer Wiedereröffnung steht an der Meinerzhagener Hauptstraße also nichts im Wege, wie auch Geschäftsführerin Christine Gassmann-Berger erklärte. 

Hygienemaßnahmen sollen Coronavirus abhalten

„Wir sind wieder am Start – natürlich mit einigen Vorkehrungen, um die Hygienestandards einzuhalten“, sagt Gassmann-Berger. Dazu gehörten etwa Kunststoffabtrennungen im Kassenbereich, um die Verkäuferinnen zu schützen, oder auch die regelmäßige Desinfektion von Türgriffen oder sonstigen Flächen. 

„Daneben können wir Kunden und Mitarbeitern nur empfehlen, einen Mundschutz zu tragen – zwingen können wir natürlich niemanden“, sagt die Kaufhaus-Geschäftsführerin, die angesichts der Lockerungen erleichtert ist. 

„Natürlich können wir nicht unbeschadet aus der Sache herausgehen und ich bin froh, wenn ich so etwas nicht noch einmal erleben muss. Aber die Erfolge bei den Infektionszahlen zeigen, dass diese Maßnahmen offenbar sinnvoll waren.“ 

Buchhändler mit Online-Interesse zufrieden

Erleichtert über die mögliche Wiedereröffnung seines Ladens zeigte sich auch der Meinerzhagener Buchhändler Wolfgang Schmitz, wenngleich sich die zurückliegenden Wochen besser als zunächst erwartet gestaltet hätten. „Wir konnten dank des Onlinehandels mehr als die Hälfte des Umsatzes auffangen“, sagte Schmitz am Donnerstag. 

Dabei freute er sich nicht zuletzt über manch einen Stammkunden, der offenbar aus alter Verbundenheit weiterhin in „seiner“ Buchhandlung bestellte. Schmitz: „Wir hatten sogar Bestellungen aus Köln und Berlin.“

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