Henry (9) freut sich auf den zweiten "ersten Schultag" des Schuljahrs

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Henry ist voller Vorfreude: Für ihn und seine Mitschüler der 4a geht´s heute wieder in die Ebbeschule.

Meinerzhagen - Mehr als sieben Wochen keine Schule! Als die NRW-Landesregierung die Schulschließung ab dem 16. März verkündete, hatten wohl nur wenige mit einer solch langen Unterrichtspause gerechnet. Während die für den Großteil der Schüler immer noch gilt, geht es für die Viertklässler der Grundschulen heute wieder los. „Endlich“, wie etwa der neunjährige Henry Schmidt aus Valbert sagt.

Fünf Wochen Homeschooling – zwei Wochen entfielen im April ja auf die Osterferien – seien dann doch genug, sagt der Viertklässler der Ebbeschule, der auf Privatlehrer „Papa“ aber nichts kommen lässt: Vor allem der unterstützte Henry in den zurückliegenden Wochen in Sachen Mathe, Deutsch, Sachkunde und Englisch. „Und das hat er echt gut gemacht“, sagt der Neunjährige stolz. 

Auf das Wiedersehen mit seinen Freunden freut er sich dennoch. „Das ist doch endlich wieder was anderes als immer zuhause zu lernen“, sagt Henry. Wieder mit den Kumpels über das Erlebte quatschen, gemeinsam die Schulbank drücken – das alles ist ab heute wieder möglich. Wenn auch unter besonderen Bedingungen.

 „Unsere Lehrerin hat uns schon Bilder geschickt, wie es jetzt in der Schule aussieht“, weiß der Viertklässler um Einzeltische, Laufwege im Schulflur und Desinfektionsmittel. 

Die heimischen Grundschulen, ob in Meinerzhagen, Kierspe oder anderswo, bereiten sich seit Wochen auf diesen Tag vor – und auch viele Eltern sind froh, dass für ihre Kinder allmählich wieder der Schulalltag beginnt. „Es ist gut, dass allmählich wieder das geregelte Leben startet“, sagt Henrys Mutter Melanie. Als Arzthelferin ist sie in diesen Tagen in einer besonderen Rolle, die ihr aber immerhin keine Sorgen bereitet. „Angst, mich mit dem Coronavirus anzustecken, habe ich nicht. Dafür sind wir dank der Ausrüstung zu gut geschützt und von den Patienten abgeschirmt“, sagt sie. 

Aus der Not – ihr Mann wurde, wie so viele andere Arbeitnehmer in dieser Zeit in Kurzarbeit geschickt – machten die Schmidts eine Tugend: Er kümmerte sich fortan um die Hausaufgaben der Kinder, „die das wirklich gut gemacht haben“, freut sich Melanie Schmidt rückblickend. 

Denn Henry hat noch eine Schwester, die siebenjährige Sina. Die Erstklässlerin wird noch länger auf die Rückkehr in die Schule warten müssen, habe sich mit ihrem großen Bruder aber in den zurückliegenden Wochen gut verstanden. „Zum Glück“, sagt die zweifache Mutter, die nun gespannt auf Henrys Rückkehr aus der Schule ist. Schließlich ist es sein „zweiter erster Schultag“ im Schuljahr.

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