Jubiläum verschoben

Fanfarenzug muss Hiobsbotschaften verkraften

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Beim Karnevalsumzug Leichlingen war der Fanfarenzug Meinerzhagen dabei. Wann es solche Bilder wieder geben kann, weiß derzeit niemand.

Meinerzhagen – In diesem Jahr ist es soweit: Der Fanfarenzug 1960 Meinerzhagen wird 60 Jahre alt. Dieser Geburtstag sollte natürlich gebührend gefeiert werden. Dazu plante der Verein für den September eine große, zweitägige Jubiläumsveranstaltung - doch daraus wird nichts.

Nachdem nun bereits viel Zeit in die Vorbereitungen und Planungen investiert wurde, entschied der Vorstand, die Veranstaltung abzusagen. Der Grund: das Coronavirus. 

Der Vorstand erläutert, dass es einfach zu viele Planungsunsicherheiten gebe: „Zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sagen, ob und mit welcher Personenanzahl und möglichen weiteren Einschränkungen im September wieder gefeiert werden darf. Wir gehen nicht davon aus, dass die Beschränkungen, die bis zum 31. August ausgesprochen wurden, ab dem 1. September wieder ,von 0 auf 100’ gelockert werden. Zudem hat der Verein, durch das Verbot von Großveranstaltungen wie Schützen- und Stadtfesten große finanzielle Einbußen in diesem Jahr zu verzeichnen. Eine planerische sowie finanzielle Sicherheit ist also nicht mehr gegeben. Durch die aktuellen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ist es sowohl dem Fanfarenzug, als auch den beiden für den Samstagabend verpflichteten Live-Bands ,Seven Ab’ und ,The Slatted Frames’, dem für den Frühschoppen am Sonntag gebuchten Musikverein Schreibershof sowie den ebenfalls für Sonntag geladenen Gastvereinen bis auf unbestimmte Zeit nicht möglich, sich durch regelmäßige Proben auf das Fest vorzubereiten.“ 

Fest soll nachgeholt werden

Das Fest soll jedoch nicht ersatzlos gestrichen werden, sondern verschoben. Es ist geplant, die Veranstaltung im Jahr 2021 nachzuholen. Ein Termin ist aktuell noch nicht bekannt. Bei der Findung dieses Termines wird man versuchen, die Verfügbarkeiten der beiden erwähnten Live-Bands und des Musikvereins Schreibershof zu berücksichtigen, da man an den bereits für 2020 getroffenen Vereinbarungen und Engagements auch beim Nachholtermin festhalten möchte.

Der Verein hofft sehr, dass dieses gelingt und wird den neuen Termin schnellstmöglich bekannt geben. Zudem gab der Vorstand heute bekannt, die Proben nicht wie geplant am 23. April wieder aufzunehmen, sondern frühestens am 7. Mai. Dieses sei weiterhin abhängig von den ausgesprochenen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, sodass der Termin zum Wiedereinstieg nicht als sicher angesehen werden kann. 

Man gehe davon aus, bis mindestens September dieses Jahres keine Auftritte mehr absolvieren zu dürfen und sei sich unsicher, welche musikalischen Möglichkeiten und Engagements es in diesem Jahr überhaupt noch geben könne. 

„Dieses ist nicht nur finanziell ein großes Manko für den Verein, der die Gemeinschaft und Musik sehr vermisst. Ein Nachholtermin der ausgefallenen Jahreshauptversammlung ist aufgrund der unklaren Situation auch noch nicht bekannt, man geht zum jetzigen Zeitpunkt jedoch davon aus, dass diese frühestens im Oktober nachgeholt werden kann“, teilt der Vorstand mit.

Weitere Hiobsbotschaft

 Als „bittere, schlechte und schockierende Nachricht“ empfindet der Vorstand auch, dass der musikalische Leiter des Vereins, Götz Land, aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurücktreten muss. „Götz Land sowie der Verein und dessen Musiker bedauern dieses sehr, blicken aber auf eine schöne gemeinsame Zeit zurück. Mit sofortiger Wirkung sucht der Fanfarenzug einen neuen musikalischen Leiter und ist für jeden Tipp dankbar“, so der Vorstand des Fanfarenzugs abschließend in seiner Mitteilung.

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