Coronavirus-Folgen an Schulen

Meinerzhagens Schüler behalten kühlen Kopf - zwangsweise

Rektor Sven Dombrowski und seine Stellvertreterin Miriam Haarbach lüften ihre Büros im Evangelischen Gymnasium regelmäßig.
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Fenster auf! EGM-Schulleiter Sven Dombrowski hält die Lüftung bei den derzeitigen Temperaturen für unproblematisch.

In dieser Woche ist das Leben an die Schulen zurückgekehrt. Nach den Herbstferien begann der Schulalltag aber auch in Meinerzhagen mit einigen Besonderheiten. An den weiterführenden Schulen herrscht nun wieder Maskenpflicht – und die Schüler müssen sich sprichwörtlich warm anziehen. Regelmäßiges Lüften gehört in den Klassen nun zum festen Tagesablauf.

Meinerzhagen - Christiane Dickhut, Leiterin der Sekundarschule, hat mit dieser – von manchen Pädagogen kritisierten Regelung – keine Probleme. „Das klappt gut und die Schüler kommen auch gut vorbereitet in die Klasse: Da werden auch schon mal Decken und Thermoskannen mit warmen Getränken mitgebracht“, freut sich die Schulleiterin über verständnisvolle Schüler, die überdies auch die übrigen Corona-Regeln äußerst diszipliniert befolgen würden. „Das ist gar kein Problem, alle Schüler tragen eine Maske und desinfizieren sich die Hände.“

Nur in einem Fall sei nun ein Antrag auf Befreiung von der Maskenpflicht an sie herangetragen worden, berichtet Dickhut. „Hier liegt ein ärztliches Attest vor, sodass ich dem Wunsch, keine Maske tragen zu müssen, auch entsprechen werde“, kündigt die Schulleiterin an. Zugleich werde man sich aber natürlich auch Gedanken zur Sicherheit der übrigen Schüler machen. „Möglich ist etwa ein besonderer Sitzplatz für den Schüler ohne Maske. Da gibt es aber viele Möglichkeiten.“

Nur wenige Lehrer nicht im Präsenzunterricht

Schwieriger könnte es sich langfristig auf die Zahl der Lehrer auswirken, die zu einer Risikogruppe besonders gefährdeter Personen zählen und deshalb keinen Präsenzunterricht halten können. An der Städtischen Sekundarschule sind vier Lehrer betroffen, „die aber allesamt anderweitig in den Schulalltag eingebunden sind und die Kollegen unterstützen“, sagt Christiane Dickhut. Das gelinge etwa mit dem Korrigieren von Klassenarbeiten oder dem Zusammenstellen von Lernmaterial. Zu Unterrichtsausfällen sei es noch nicht gekommen – „und ich hoffe, dass wir diesen Zustand so lange wie möglich halten können“, sagt die Sekundarschulleiterin.

Auch Sven Dombrowski, Schulleiter des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen (EGM), ist mit den ersten Tagen nach den Herbstferien zufrieden. Von einem allzu lockeren Umgang der Schüler untereinander merke er nichts. „Die Schüler sind immer noch sehr diszipliniert, allen ist klar, dass die Zahlen steigen und sie deshalb besonders aufpassen müssen.“ Er habe keinen Schüler ermahnen müssen, die Maske aufzusetzen.

Fensterscheibe trennt Lehrer von Schülern

Und auch am Bamberg sei das Stoßlüften der Klassenräume kein Problem – zumal die Außentemperaturen (noch) erträglich seien. „Wenn wir in die tiefen Minusgrade kommen, wird sich das sicher ändern“, so Dombrowski, aus dessen Kollegium zwei Lehrer zur Risikogruppe gehören und nicht vor der Klasse unterrichten können – zumindest nicht direkt. „Wir haben einen Kunstraum, der durch eine Scheibe von einem angrenzenden Raum getrennt ist. So können auch diese Lehrer unterrichten“, freut sich der EGM-Schulleiter über diesen architektonischen Glücksfall.

Immerhin: Die gestiegene Zahl an Corona-Infizierten hat an den weiterführenden Schulen Meinerzhagens noch zu keinen größeren Abmeldungen geführt. Nur Sven Dombrowski weiß von einer Schülerin, die sich als Kontaktperson in Quarantäne befindet und deshalb nicht am Unterricht teilnehmen kann.

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