Maßnahmen in Senioreneinrichtungen

Corona-Gewissheit im Schnellverfahren

In der Pflegeeinrichtung Aurelia werden ebenfalls Schnelltests eingesetzt.
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In der Pflegeeinrichtung Aurelia werden ebenfalls Schnelltests eingesetzt.

Seit Mitte Oktober besteht für Pflegeheime die Möglichkeit, zur regelmäßigen Testung von Patienten, Personal und Besuchern Antigen-Schnelltests einzusetzen. Zumindest teilweise wird das auch in Meinerzhagen bereits praktiziert.

Meinerzhagen – Beim ambulanten Pflegedienst Aurelia, der zudem noch die zwölf Mieter der ihm angeschlossenen Pflegewohngemeinschaft für Demenzkranke betreut, hat Inhaberin Julia Knips in der vergangenen Woche die ersten Schnelltests erhalten und eingesetzt. Einmal wöchentlich werden Mitarbeiter und Bewohner des Hauses künftig auf das Coronavirus getestet. WG-Besucher werden selbstverständlich ebenfalls abgestrichen – und bei entsprechenden Symptomen wird auch bei ambulanten Kunden ein Schnelltest vorgenommen.

Das Attribut „schnell“ ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen: „Nach 15 Minuten liegt das Ergebnis vor“, sagt Julia Knips, die mit der Anschaffung der Tests übrigens zunächst in Vorkasse getreten ist. „Der finanzielle Mehraufwand ist nicht unerheblich“, sagt sie, geht aber davon aus, dass diese Kosten aus dem vom Bund für Pflegeeinrichtungen bereitgestellten Topf erstattet werden.

Wir gehen davon aus, dass wir das sehr bald hier durchführen können.

Ingrid Papst, Leiterin Wilhelm-Langemann-Haus

Auch im Meinerzhagener Wilhelm-Langemann-Haus soll das Schnelltest-Verfahren zeitnah praktiziert werden, teilt Einrichtungsleiterin Ingrid Papst auf Anfrage mit. „Wir gehen davon aus, dass wir das sehr bald hier durchführen können“, sagt Papst. Mit dem dazu erforderlichen Test-Konzept, das den Gesundheitsbehörden vorzulegen ist, ist als Träger des Wilhelm-Langemann-Hauses die Perthes-Stiftung befasst. Zuständig ist dort der sogenannte Zentrale Krisenstab.

Bis die Schnelltests zum Einsatz kommen, greift im Langemann-Haus weiterhin das bereits bekannte Prozedere: So werden neue Bewohner des Hauses und solche, die aus dem Krankenhaus in die Einrichtung zurückkehren, zweimal nach der PCR-Methode auf das Coronavirus getestet. Einmal vor dem Einzug, ein weiteres Mal unmittelbar nach dem Eintreffen. Corona-Infektionen sind bislang übrigens bei keiner der beiden Einrichtungen an der Mühlenbergstraße zu beklagen gewesen – und sowohl Ingrid Papst als auch Julia Knips hoffen natürlich inständig, dass das auch so bleiben wird.

Wie funktioniert der Schnelltest?

Der Test basiert auf dem Nachweis von SARS-CoV-2-Eiweißen. Dazu muss ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Die einfachere Auswertung eines Antigentests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors, zum Beispiel in einer Pflegeeinrichtung oder medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen ohne Diagnostiklabor. Alle zurzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von medizinischem Personal durchgeführt werden.   - Quelle: Bundesgesundheitsministerium

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