15 Bewohner betroffen

26 Covid-Fälle im Seniorenheim

Seniorenheim Wilhelm-Langemann-Haus in Meinerzhagen
+
Lange blieb das Wilhelm-Langemann-Haus verschont, jetzt sind 15 Bewohner und elf Mitarbeiter infiziert.

Eine weitere Senioren-Einrichtung ist von Covid-19-Infektionen betroffen: Im Wilhelm-Langemann-Haus in Meinerzhagen wurden insgesamt 26 Positiv-Fälle registriert.

Meinerzhagen – Nun auch das Wilhelm-Langemann-Haus in Meinerzhagen: 15 der insgesamt 128 Bewohner der Senioreneinrichtung an der Mühlenbergstraße wurden positiv auf Covid-19 getestet, zusätzlich haben sich elf Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Das bestätigte am Montag Einrichtungsleiterin Ingrid Papst.

Die Erkrankten befinden sich in Quarantäne. Betroffen sind Mitarbeiter und Bewohner des Wohnbereiches B. Ein Bewohner wurde ins Klinikum Lüdenscheid verlegt, bei allen anderen Infizierten haben sich nach Mitteilung der Heimleitung bislang keine auffallenden Symptome gezeigt.

Besuchsverbot für Teilbereich bereits seit Freitag

Bereits am vergangenen Freitag ist vom Gesundheitsamt laut Ingrid Papst ein Besuchsverbot für den Bereich B verhängt worden. „Und natürlich haben wir nach Bekanntwerden der Testergebnisse unverzüglich alle betreffenden Bewohner und Angehörigen beziehungsweise Betreuer informiert“, fügt die Leiterin hinzu. Außerdem seien am Wochenende Merkblätter mit Verhaltensregeln geliefert und an das Personal und Kontaktpersonen verteilt worden, heißt es weiter.

Wir arbeiten im gesamten Haus mit der erforderlichen Schutzausrüstung und alle setzen ihre Kraft und ihr Wissen ein, um die Ausbreitung der Covid-19-Infektion einzudämmen.

Ingrid Papst, Einrichtungsleiterin

Ingrid Papst: „Wir arbeiten im gesamten Haus mit der erforderlichen Schutzausrüstung und alle setzen ihre Kraft und ihr Wissen ein, um die Ausbreitung der Covid-19-Infektion einzudämmen.“ Konkret bedeutet das unter anderem: Positiv getestete Mitarbeiter bleiben zu Hause und nur negativ getestete Mitarbeitende ohne Symptome können eine Arbeitsquarantäne vom Gesundheitsamt erteilt bekommen. Voraussetzung dafür ist aber auch, dass diese Mitarbeiter ohne die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen können.

Alle Maßnahmen werden im Langemann-Haus jetzt mit den Behörden abgestimmt, der Krisenstab der Einrichtung trifft sich mindestens einmal wöchentlich oder bei besonderen Vorkommnissen, die eine Anpassung der Maßnahmen nötig machen. Auch der zentrale Krisenstab des Trägers, der Perthes-Unternehmensgruppe, sei eingeschaltet, erläutert Ingrid Papst: Informationen, Vorgaben und Maßnahmen bekomme man auch von dort, wird mitgeteilt.

Einrichtungsleitung: Kein Mangel an Schutzausrüstung

Ansonsten erfolge ein reger Austausch mit den Gesundheitsbehörden, alle Mitarbeiter seien umfangreich geschult, es gebe regelmäßige Unterweisungen und feste Standards würden – nach Empfehlungen des RKI – eingehalten. An der nötigen Schutzausrüstung fehle es im Langemann-Haus jedenfalls nicht: „Mund-Nasen-Schutz, FFP-2-Masken, Schutzkittel, Schutzbrillen, Hand- und Flächendesinfektion, Einmalhandschuhe, Spuckschutz und Fieberthermometer bekommen wir vom Zentraleinkauf der Perthes-Stiftung“, berichtet die Einrichtungsleiterin.

Papst bedankt sich in dieser schwierigen Zeit für die große Unterstützung, die von verschiedenen Stellen komme und schließt dabei Ärzte, Therapeuten, Behörden und Vorgesetzte ein. Viele Besucher hätten darüber hinaus Verständnis für die Situation und die damit verbundenen Einschränkungen, sagt die Leiterin des Hauses.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare