Haus "Alter Leuchtturm": Familienferienstätte des heimischen Kirchenkreises auf Borkum öffnet wieder

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Rolf Meuser freut sich, dass er wieder Buchungen für die Ferienwohnungen im „Alten Leuchtturm“ annehmen darf.

Meinerzhagen/Borkum – Corona hat auch die Familienferienstätte Haus „Alter Leuchtturm“ auf der Nordseeinsel Borkum lange lahmgelegt. 25 Ein- bis Dreibettzimmer und 20 Ferienwohnungen standen in dem Traditionshaus wochenlang leer.

Die letzten Gäste verließen ihre Unterkünfte im „Leuchtturm“ am 21. März. Für den Eigentümer, den Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, bedeutet das: In der „Borkum-Kasse“ fehlt ein sechsstelliger Euro-Betrag. Doch jetzt ist Licht am Ende des langen Tunnels zu sehen: „Schon am Wochenende hatten wir die ersten Anreisen. Ab dem 23. Mai werden weitere Gäste kommen, ab dem 30. Mai sind wir wieder voll belegt“, freut sich der Leiter der Familienferienstätte Rolf Meuser. 

Allerdings: Dieser Ausblick bezieht sich ausschließlich auf den Bereich Ferienwohnungen. Die Zimmer müssen noch leer bleiben. Wie es mit diesen Unterkünften weiter geht, wird sich wohl am 25. Mai entscheiden. „Dann hat die niedersächsische Landesregierung angekündigt, möglicherweise weitere Schritte Richtung Normalität bekanntzugeben“, berichtet Meuser, der zudem darauf hinweist, dass sich die Gäste in den Ferienwohnungen vorerst einmal selbst verpflegen müssen. Speisen dürfen vom Leuchtturm-Küchenteam noch nicht angeboten werden. Das soll sich in naher Zukunft allerdings wieder ändern. Wann genau – das ist noch offen.

Die Pandemie hat im „Alten Leuchtturm“ auch massive Auswirkungen auf die Angestellten. Leuchtturm-Geschäftsführerin Iris Jänicke musste ab dem 1. April 100-Prozent-Kurzarbeit für die zwölf hauptamtlichen Mitarbeiter beantragen. Ihren Dienst versehen die ganze Zeit über allerdings ein Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst und zwei 450-Euro-Kräfte, die nicht in Kurzarbeit geschickt werden dürfen. 

Corona – etwas Vergleichbares hat der Borkumer Rolf Meuser in seinem Leben bisher noch nie erlebt. Er erinnert sich noch gut an den 15. März 2020: „Da kam die Aufforderung der Behörden, dass Touristen die Insel verlassen müssen. Die letzten Gäste haben das am 21. März getan.“ Anschließend versetzten Meuser und seine Mitarbeiter den „Alten Leuchtturm“ in den Winterschlaf, der nun langsam endet. „Wir haben das Haus damals schnell quasi auf Null heruntergefahren, eine Grundreinigung gemacht und alle elektrischen Geräte, die nicht mehr benötigt wurden, vom Netz genommen. Das spart Betriebskosten. Und auch die Lebensmittel-Sicherung war ein Punkt. Viele Vorräte haben wir eingefroren, einige aber auch entsorgen müssen“, schaut Meuser zurück. Doch jetzt richtet sich sein Blick wieder nach vorne. Voller Vorfreude auf die ersten Gäste.

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