Flüchtlinge: Gemeinschaftsunterkünfte nur schwach belegt

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Auch die ehemalige Jugendherberge an der Bergstraße diente einst als Sammelunterkunft für Flüchtlinge. 

Meinerzhagen/Kierspe – In der Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes in Sankt Augustin sind zahlreiche Flüchtlinge mit dem Coronavirus infiziert. Droht diese Gefahr nun auch in Meinerzhagen und Kierspe? Leben in den Volmestädten viele Flüchtlinge auf gefährlich engem Raum zusammen?

In Meinerzhagen gibt es inzwischen keine Sammelunterkünfte für Flüchtlinge mehr, in denen sich ständig eine große Zahl von Menschen auf engstem Raum aufhält. Die einstige Asylbewerber-Unterkunft an der Immecker Straße steht inzwischen leer. Und auch aus der ehemaligen Jugendherberge an der Bergstraße ist der letzte Flüchtling längst umquartiert worden. 

Die einzige Ausnahme: Im WSV-Heim in der Butmicke leben noch zwölf Flüchtlinge. Die, das teilte Thomas Dröscher vom „Fachdienst Ordnung“ auf Anfrage mit, sind jeweils zu zweit in einem Zimmer untergebracht. Von allen gemeinsam genutzt wird die Gemeinschaftsküche in dem Haus. Ein Hausmeister sei täglich im WSV-Heim unterwegs, um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist und wenn nötig Maßnahmen zu ergreifen, wurde weiter mitgeteilt. Die restlichen Flüchtlinge, die in Meinerzhagen leben, sind in Wohnungen untergebracht. Viele Quartiere stellt dabei die Meinerzhagener Baugesellschaft zur Verfügung. 

„Eine Anordnung des Landes oder der Bezirksregierung, die Flüchtlinge in den Sammelunterkünften zu testen, hat es nicht gegeben“, erklärt Oliver Knuf, Leiter des Sachgebiets Ordnung, auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung. Die Situation in den beiden städtischen Wohneinrichtungen am Herlinghauser Weg und Kortsberg beschreibt er als derzeit sehr entspannt. Die beiden Häuser seien vielleicht zu 30 Prozent belegt. Während die Flüchtlinge am Herlinghauser Weg Gemeinschaftstoiletten und -duschen nutzen, stehen den Bewohnern am Korteberg sanitäre Anlagen in den einzelnen Wohnungen, in denen die Geflüchteten in Wohngemeinschaften leben, zur Verfügung.

Bislang habe man auch keinen Infizierten unter den Schutzsuchenden ausgemacht, weder in den städtischen Einrichtungen noch in den Wohnungen, in denen die meisten Flüchtlinge bereits seit Jahren ihre Unterkunft gefunden haben, wird mitgeteilt.

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