Villa im Park

Dornröschenschlaf, Teil zwei

Nach der Renovierung erstrahlt die Villa im Park nun in neuem Glanz.
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Nach der Renovierung erstrahlt die Villa nun in neuem Glanz.

Im September 2019 wurde die Villa im Park nach umfangreichen Sanierungsarbeiten eröffnet. Etwa ein halbes Jahr stand sie danach als Veranstaltungsort uneingeschränkt zur Verfügung. Dann kam „Corona“.

Meinerzhagen – Seitdem befindet sich das Schmuckstück – mal mehr, mal weniger – im kulturellen Dornröschenschlaf. Maximal zehn Personen dürfen sich dort zurzeit treffen. Events mit öffentlichem Charakter sind komplett verboten. Schlechte Zeiten auch für Sarah Schölling. Sie ist bei der Stiftung Villa im Park zuständig für Buchungen. Die, so die Sachbearbeiterin, hat es in den vergangenen Wochen aber so gut wie gar nicht gegeben.

Hin und wieder kommen Gäste

Neben den verschiedensten kulturellen Veranstaltungen wie Lesungen oder Ausstellungen bietet sich die Villa beispielsweise auch für Hochzeitsfeiern an. Theoretisch sind dort auch noch standesamtliche Trauungen möglich. „Aber wer bucht denn schon eine ganze Villa, wenn er nur mit zehn Personen gleichzeitig hineindarf?“, weiß Sarah Schölling, dass auch damit momentan kein Geld zu verdienen ist. Und dennoch: Hin und wieder kommen Gäste, die die Villa nutzen: „Wir hatten jetzt ein Firmen-Meeting, an dem vier Personen teilgenommen haben. Das Unternehmen ist in unsere Räumlichkeiten ausgewichen, weil man dort sehr gut lüften kann und es Platz genug gibt“, erläutert die Mitarbeiterin der Stiftung. „Und einmal hat auch ein Vorstellungsgespräch in der Villa stattgefunden. Daran waren zwei Personen beteiligt“, erinnert sie sich. Geld lässt sich damit allerdings kaum verdienen – und laufende Kosten fallen weiter an.

Kontakt mit Ordnungsamt

Egal was passiert – Sarah Schölling steht, was die Nutzung der Villa angeht, in ständigem Kontakt mit dem Meinerzhagener Ordnungsamt. „Bei Anfragen finden Gespräche mit der Stadt statt. Und die Mieter werden ebenfalls darauf hingewiesen, dass sie mit dem Ordnungsamt zusammenarbeiten müssen, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten“, erläutert Schölling das Prozedere, das aber nur äußerst selten zur Anwendung kommt.

Gerade erst eröffnet – und schon wieder geschlossen. Hat die für Buchungen zuständige Mitarbeiterin jetzt Angst, dass die Kulturvilla in Vergessenheit gerät und auch in den Zeiten nach der Pandemie als Veranstaltungsort kaum noch gefragt ist?

Villa ist bekannt

„Eigentlich nicht. Die Villa ist bei vielen Menschen noch im Hinterkopf. Als wir noch vermieten konnten, hatten wir sogar Anfragen aus dem Umkreis. Ich denke, wir haben diese Zeiten genutzt, um uns bekannt zu machen. Aber die augenblickliche Zurückhaltung, auch was Treffen mit nur zehn Personen angeht, verstehe ich. Denn jetzt geht es allen Menschen erst einmal darum, gesund zu bleiben“, glaubt Sarah Schölling.

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