Tests kosten ab 11. Oktober Geld

200 Tests pro Tag

Teststäbchen wird in ein Teströhrchen gesteckt.
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Ab 11. Oktober gibt es keine kostenfreien Coronatests mehr. Dann müssen Testwillige in Meinerzhagen 15 Euro pro Test bezahlen.

Zu Beginn der Pandemie ging es darum, die Großeltern vor dem Virus zu schützen, „jetzt kommen die Omas und Opas, weil sie für ihre Enkel, die noch nicht geimpft werden können, sicher sein wollen, dass sie sie nicht anstecken“, sagt Sabrina Subat.

Meinerzhagen - Nach wie vor sei die Nachfrage nach kostenlosen Corona-Schnelltests im Testzentrum in der Stadthalle hoch. Wie dies ab dem 11. Oktober sein wird, wenn für die Tests bezahlt werden muss, könne man noch nicht abschätzen, sagt die Geschäftsführerin der Firma Medi-Co, die das Testzentrum seit dem Frühjahr betreibt.

Ab dem 11. Oktober wird das finanzierte Angebot für kostenlose Bürgertests enden. Nur für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, dazu gehören beispielsweise auch Kinder unter zwölf Jahren, bleiben die Tests gratis.

15 Euro wird ein Test im Meinerzhagener Testzentrum kosten. Gezahlt werden kann dies entweder bar oder auch elektronisch per Bankkarte. Man werde abwarten, wie sich der Besuch im Testzentrum dann entwickeln werde, so die Medi-Co-Chefin: „Wir werden sehen, wie viele Besucher, die sich nicht impfen lassen können oder wollen, ab diesem Zeitpunkt kommen werden – entweder weil sie einen Test rauchen oder weil sie einfach sicher sein wollen.“ Angebot und Nachfrage werde sich gegebenenfalls auch in Bezug auf die Öffnungszeiten widerspiegeln.

Weil die Stadthalle nun auch wieder für Veranstaltungen genutzt wird, werde man sich hier auch räumlich etwas anders verteilen. „Wir haben jedoch eine gute Lösung gefunden“, berichtet Sabrina Subat, dass man sich mit der Stadt schnell einig geworden sei.

Seit dem 22. März ist die Stadthalle für Meinerzhagener Bürger die Anlaufstelle Nummer eins, wenn es um Corona-Schnelltests geht. Mittlerweile habe sich zwar das Buchungsverhalten verändert, nicht aber die Zahl der Besucher. Die Terminbuchungen seien beispielsweise zurückgegangen. „Dafür kommen mittlerweile viele Besucher ohne Termin, was ja auch möglich ist.“

Gut 200 Tests pro Tag würden im Testzentrum nach wie vor durchgeführt. „Die Zahlen variieren, manchmal sind es auch 250 oder auch 290. In diesem Monat lagen wir an keinem Tag unter 200 Tests.“ Ein gefragter Testtag sei nach wie vor vor allem der Montag, „der Dienstag ist dagegen vergleichsweise schwach besucht.“ Auch freitags und samstags sei nach wie vor relativ viel los.

Im Monat August seien im Testzentrum in der Stadthalle die meisten Tests durchgeführt worden. 8000 Abstriche wurden in diesem Zeitraum von den Medi-Co-Mitarbeitern vorgenommen. Dabei sei es in den Ferien zunächst ruhig gewesen, blickt Sabrina Subat zurück, „dann sind die Buchungen plötzlich quasi über Nacht explodiert, sodass wir auch das Personal hochgefahren haben, um allem nachkommen zu können.“

Urlaubsrückkehrer und Einschulungen – diese „Mischung“ haben vermutlich für diesen plötzlichen Anstieg gesorgt, glaubt die Gesundheitsexpertin. „Zudem ist seit dieser Zeit ja auch wieder einiges mehr erlaubt.“

3G ist hier das Zauberwort. Dass nach dieser Regelung für Kinder das Vorzeigen des Schülerausweises etwa für einen Restaurantbesuch ausreicht, weil in den Schulen regelmäßig getestet wird, sieht Sabrina Subat allerdings kritisch. „Was, wenn das Kind ausgerechnet am Testtag nicht in der Schule war?“ Eine Kontrolle sei in diesem Bereich einfach schwierig.

Bei den Besuchern des Testzentrums seien alle Altersstrukturen vertreten, darunter seien stets auch Bürgerinnen und Bürger, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen. „Sie kommen trotzdem, weil sie einfach sicher sein wollen.“

Mit mehr Besuchern rechnet man in der Stadthalle auch in den nächsten Tagen. Sabrina Subat geht davon aus, dass das Testangebot noch einmal verstärkt genutzt wird, bevor hierfür Kosten erhoben werden müssen. Zugleich stünde auch der Beginn der Herbstferien an. „Vom 1. bis zum 10. Oktober werden wir unsere Öffnungszeiten daher erweitern. Die Mittagspause wird dann wegfallen.“

Corona-Schnelltests werden auch in Valbert durchgeführt. Das Testzentrum des DRK befindet sich im unteren Raum der Ebbehalle. Wie es hier ab dem 11. Oktober weiter gehen wird, dazu konnte man beim DRK-Kreisverband Altena-Lüdenscheid auf MZ-Anfrage zum Wochenbeginn noch keine konkreten Angaben machen, da es noch einige offene Punkte zu klären gebe, hieß es.

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