So arbeitet der Krisenstab im Meinerzhagener Rathaus

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Bei Bürgermeister Jan Nesselrath laufen die Fäden zusammen.

Meinerzhagen – Eine Stadt im Ausnahmezustand. Auch in Meinerzhagen kommt das öffentliche Leben mehr und mehr zum Stillstand.

„Corona“ ist im Rathaus Dauerthema. Dort laufen auch die Fäden zusammen, was das lokale Krisenmanagement angeht. Helmut Klose ist Fachbereichsleiter Zentrale Dienste und allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Jan Nesselrath. Er berichtete am Donnerstag, dass es auch in der Volmestadt einen Krisenstab gibt, der die Situation genau im Blick behält und ständig neu bewertet. 

Dieses Gremium setzt sich zusammen aus dem Bürgermeister selbst und allen „relevanten Personen“ der Verwaltungsleitung. Anders als im Lüdenscheider Kreishaus kommt der Stab aber nicht ständig rund um die Uhr zusammen. Klose: „Wir haben alle Kontaktdaten der Beteiligten und können sofort reagieren, wenn außergewöhnliche Ereignisse das Handeln erfordern. In diesem Zusammenhang bekommen wir auch ständig neue Lageberichte des Märkischen Kreises.“

Abgedeckt sind alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Es gibt eine ganze Menge Themen, die in Zeiten der Pandemie täglich neu besprochen werden müssen. Im Auge behalten die Experten im Rathaus dabei viele Aspekte. Beispielsweise den: „Wie stellen wir sicher, dass Vorgaben des Bundes oder des Landes beachtet werden. So kontrollieren wir beispielsweise, ob Schließungsverfügungen eingehalten werden“, erläutert Klose. Anders als in einigen anderen Städten wurde in Meinerzhagen allerdings noch nicht verfügt, dass das freie W-Lan an verschiedenen Plätzen in der Stadt abgeschaltet wird. In einigen Kommunen des Landes musste dieser Service eingestellt werden, weil es an solchen Orten zu größeren Menschenansammlung gekommen war. „Ähnliches haben wir hier in Meinerzhagen noch nicht beobachtet. Aber wir werden das genau im Auge behalten“, sagt Klose. 

Städtische Mitarbeiter sind nach wie vor im Einsatz, das Rathaus ist für Publikumsverkehr allerdings geschlossen. „An den Eingangstüren hängen Zettel, auf denen Rufnummern vermerkt sind. Die können dann genutzt werden, um mit uns zu sprechen. Sollte persönlicher Kontakt zu einem Mitarbeiter nötig sein, entscheidet die Fachbereichsleitung darüber, ob ein Gespräch stattfinden kann“, erläutert Helmut Klose.

In einigen Bereichen hat sich allerdings trotz „Corona“ nicht viel geändert. So waren am Donnerstag beispielsweise Bauhof-Mitarbeiter weiter in der Stadt unterwegs, um Reparaturarbeiten vorzunehmen. Der Baubetriebshof selbst ist geschlossen. Die Annahme von Grünschnitt und Elektroschrott findet bis auf Weiteres nicht mehr statt. Die Tourist-Info an der Ecke Zur Alten Post/ Volmestraße bleibt hingegen geöffnet. Allerdings ist es dort zurzeit nur möglich, sich mit Informations-Material zu versorgen. Eine direkte Kontaktaufnahme zu einer Mitarbeiterin ist hingegen nicht mehr möglich. 

Helmut Klose unterstreicht in diesem Zusammenhang auch die Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „In den vergangenen Tagen hatte ich persönlich nicht immer den Eindruck, dass alle unnötigen sozialen Kontakte vermieden werden. Das ist aber momentan alternativlos, um die Infektionskette zu unterbrechen.“

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