Corona: Beatmungsgeräte beim heimischen DRK abgefragt

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Rotkreuzleiter Udo Maahs.

Meinerzhagen – Udo Maahs ist Leiter des DRK-Ortsvereines Meinerzhagen-Valbert. Der Volmestädter leitet außerdem den DRK-Kreisverband Altena-Lüdenscheid. Deshalb weiß Maahs auch genau, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf das Rote Kreuz im heimischen Raum hat.

Bereits vor Wochen hat das Land auch Maahs kontaktiert. Konkret ging es dabei um den Bestand an Beatmungsgeräten, die bei der Versorgung schwer erkrankter Covid-19-Patienten dringend benötigt werden und Leben retten können. Maahs meldete nach Düsseldorf, dass insgesamt drei Beatmungsgeräte beim heimischen DRK vorgehalten werden, die jederzeit zur Verfügung gestellt werden können. „Und außerdem haben wir noch zwei weitere, ältere Geräte. Die sind zwar offiziell ungeprüft, funktionieren aber und könnten in dringenden Fällen reaktiviert werden“, berichtet Maahs. Angefordert wurden diese lebensrettenden Maschinen aber noch nicht, die Kapazitäten in den Klinikern scheinen also noch auszureichen. 

„Corona“ wirbelt auch beim DRK Meinerzhagen-Valbert derzeit alles durcheinander. Von normalem Vereinsleben kann längst keine Rede mehr sein. Udo Maahs berichtet: „Wir haben inzwischen unsere Dienstabende eingestellt, die sonst eigentlich regelmäßig stattfinden. Und auch die Treffen der Seniorenclubs Valbert und Haustadt finden aus Sicherheitsgründen nicht mehr statt, das Infektionsrisiko ist einfach zu groß.“ Auch Angebote wie die Erste-Hilfe-Kurse wurden gestrichen. „Wir warten jetzt ab, wie sich das alles entwickelt und wir werden reagieren, sobald es die Situation zulässt“, sind auch Maahs die Hände gebunden, so lange das Virus wütet. 

Das Rote Kreuz wird neben Feuerwehr und Polizei auch bei größeren Schadenslagen alarmiert – selbst in Zeiten der Pandemie müssen die DRK-Einsatzkräfte also auf alles vorbereitet sein. Gibt es genügend Schutzausrüstung, um diese Dienste leisten zu können? Udo Maahs berichtet in diesem Zusammenhang, dass man aktuell lediglich für einen Tag Material vorhalte, was den Schutz der DRK-Helfer angeht. Maahs: „Über den Kreisverband ist Ausrüstung allerdings bestellt. Wir warten jetzt auf das Eintreffen von Masken und Schutzanzügen.“

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