Trotz Lockerungen verzichten einige Imbisse vorerst lieber auf Bewirtung vor Ort

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Inhaber Hasan Daglayan (links) und Mitarbeiter Taysun Edes vom Anatolien Restaurant an der Hauptstraße 9 in Meinerzhagen.

Für Gastronomen, somit also auch für Imbisswirte, ist es seit der vergangenen Woche wieder möglich, Gäste in ihren Räumlichkeiten zu bewirten. Die Auflagen hierfür sind den Corona-Vorschriften entsprechend freilich streng – auch in Meinerzhagen und Kierspe.

Meinerzhagen/Kierspe – Die Imbisse im oberen Volmetal reagieren unterschiedlich. Das Anatolien Restaurant an der Hauptstraße 9 in Meinerzhagen verzichtet lieber vorerst auf die Möglichkeit, Gäste vor Ort essen und trinken zu lassen. „Das wäre zu viel Aufwand und Risiko“, sagt Inhaber Hasan Daglayan. Nur zwei Tische könnten, um den notwendigen Abstand einzuhalten, derzeit in dem Imbiss aufgestellt werden. Das würde sich nicht rentieren. Daher belässt es das Anatolien Restaurant vorerst weiterhin bei Lieferservice und „To-Go“.

Mussten „To-Go“-Kunden bisher draußen vor der Tür bestellen und auf ihr Essen warten, so dürfen sie nun das Ladenlokal hierfür wieder betreten – aber natürlich nur mit Mund-Nase-Schutz und mit zwei Metern Abstand, wie ein Aushang an der Theke deutlich macht. Vom Umsatz her war die Zeit von März bis ungefähr Mitte April schwierig. „Aber seit ungefähr einem Monat ist es wieder etwas besser geworden“, sagt Hasan Daglayan.

Übrigens: Was in Nordrhein-Westfalen seit der vergangenen Woche nicht mehr gilt, ist die Regel, dass man „To-Go“-Speisen und -Getränke erst ab 50 Meter Entfernung vom jeweiligen Imbiss verzehren darf. Man darf sich sein Essen und Trinken nun also wieder beispielsweise auf der Sitzgruppe in der Fußgängerzone, Ecke Derschlager Straße/Zur Alten Post, schmecken lassen. 

Imbissbuden im MK: Nicht überall Lieferservice und "To Go"-Variante

Auf die Möglichkeit, Gäste an Ort und Stelle zu bewirten, verzichtet vorerst auch Gundolf Ackermann, Inhaber von Ackermann’s Grill im Einkaufszentrum Wildenkuhlen in Kierspe (vor dem Hagebaumarkt). Er befindet ebenfalls: „Das Risiko ist zu groß.“ Daher habe er noch keine Tische wieder aufgestellt.

„Wir machen nur ,To-Go’ und Lieferservice.“ Letzteren gibt es bei Ackermann’s Grill seit Ende März. Und auch nach der Corona-Pandemie werde der Lieferservice weiter angeboten. Umsatzmäßig läuft die Corona-Krise für den Imbiss unter den gegebenen Umständen glimpflich ab. „Wir gehen ohne Verlust aus den vergangenen Monaten und sind der schwierigen Situation entsprechend zufrieden“, sagt Gundolf Ackermann.

Weder "To Go" noch Lieferservice bei Heike's Imbiss

Nach siebenwöchiger Schließung hat seit Dienstag vergangener Woche Heike’s Imbiss im Industriegebiet an der Kiersper Osemundstraße wieder geöffnet. Einen Lieferservice bietet Inhaberin Heike Weiß nicht an. Und ein „To-Go“-Angebot sei während der sieben Wochen der Schließung aufgrund der Kontaktsperre nicht machbar gewesen, erklärt die Kiersperin, deren Imbiss sich unmittelbar längs am Bürgersteig befindet.

Seit gut einer Woche nun kann Heike Weiß ihre hungrigen Kunden, zu denen vor allem Beschäftigte der im Industriegebiet ansässigen Firmen zählen, aber wieder begrüßen – und sie ihre Speisen und Getränke auch vor Ort verzehren lassen. „Die Corona-Vorschriften kann ich hier ohne Probleme umsetzen“, so die Imbiss-Wirtin. Drinnen sowie auch im Außenbereich können derzeit jeweils bis zu vier Gäste Platz nehmen. Umsatzmäßig sei sie den Umständen entsprechend zufrieden, sagt Heike Weiß. „Ich habe treue Stammgäste“, betont sie. „Und Stammgäste sind das Wichtigste.“

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