Awo-Kita „Farbenspiel“ in Meinerzhagen von Coronavirus getroffen: Eine Mitarbeiterin infiziert

Kinder und Erzieher müssen in Quarantäne

Die Awo-Kita „Farbenspiel“ ist im ehemaligen „Haus Lyck“ unter gebracht.
+
Die Awo-Kita „Farbenspiel“ ist im ehemaligen „Haus Lyck“ unter gebracht. Eine Mitarbeiterin des Kindergartens wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Corona hat nun auch einen Kindergarten in Meinerzhagen erwischt. Betroffen ist die Awo-Kita „Farbenspiel“. Nachdem eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet wurde, befinden sich seit Ende vergangener Woche 17 der insgesamt 20 Mitarbeiter und 58 der insgesamt 72 Kinder in Quarantäne. Freitag soll eine Reihentestung stattfinden. In der Kita, die im ehemaligen Landschulheim „Haus Lyck“ im Brannten untergebracht ist, findet eine Notbetreuung statt.

Meinerzhagen – „Leider hat es uns getroffen“, bedauerte Awo-Fachberaterin Tina Reers die Entwicklung. Es sei damit auch in Meinerzhagen das eingetreten, was allgemein befürchtet worden sei. „Wir haben im Märkischen Kreis und in Hagen insgesamt 26 Kitas und spüren täglich, dass die Corona-Fälle mehr werden“, berichtete die Kita-Fachberaterin im Gespräch. In den letzten zwei bis drei Wochen sei die Zahl der Positiv-Getesteten massiv angestiegen. Betroffen seien sowohl Erzieherinnen als auch Kinder, wobei die Anzahl der infizierten Kinder gering sei. Insgesamt würden im Awo-Bezirk etwa 2000 Kinder betreut, die Zahl der infizierten Kinder sei mit unter zehn auch prozentual betrachtet sehr gering. Grundsätzlich, so Reers, sei es in einem Kindergarten einfach nicht möglich, Abstand zu halten. Es könne zwar darauf geachtet werden, „doch wenn ein Kind beispielsweise weint, kann er einfach nicht mehr gewährleistet werden“, machte die Fachberaterin deutlich.

Personalsituation in den Kitas

Da die Kitas im Regelbetrieb laufen und ihrem Bildungsauftrag gerecht werden sollen, arbeiten Erzieherinnen auch gruppenübergreifend. „Anders ist es gar nicht möglich“, weist Reers auch auf die personelle Situation hin, die sich ebenfalls immer weiter zuspitze. Ein Fachkräftemangel bestehe ohnehin. Und nicht nur Kinder, auch Kita-Mitarbeiter sollten bei leichten Erkältungssymptomen zuhause bleiben. „Früher ist man bei leichtem Halskratzen arbeiten gegangen, jetzt nicht mehr.“ Entsprechend wirke sich das auf die Personalsituation aus.

Erhöht habe sich zugleich auch die Zahl derjenigen, die sich als Kontaktpersonen in Quarantäne begeben müssen. Für Eltern sei das schon eine Katastrophe, weiß Reers. „Der Urlaub musste ja unter Umständen bereits beim ersten Lockdown genommen werden. Wenn ein Kind nun 14 Tage in Quarantäne muss, wird es schwierig.“

Dank an Eltern und Gesundheitsamt

Dass in der Kita „Farbenspiel“ nicht alle Kindergartenkinder in Quarantäne müssen, hänge beispielsweise mit Urlaub zusammen. Den Eltern dieser Kinder werde eine Notfall-Betreuung angeboten, „wenn sie es dringend brauchen“. Die Eltern hätten allgemein großes Verständnis gezeigt. „Dafür sind wir sehr, sehr dankbar“, betonte Tina Rees, die zugleich ausdrücklich auch die gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt lobte. „Das läuft hervorragend. Die Situation in den Kitas ist da sehr im Blick.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare