Infizierte in Wohngemeinschaft

APD: Ausbruch scheint unter Kontrolle

Bei APD an der Genkeler Straße ist derzeit noch ein Mieter von insgesamt 24 infiziert. Vier Pflege- und Betreuungskräfte sind noch nicht wieder im Dienst.
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Bei APD an der Genkeler Straße ist derzeit noch ein Mieter von insgesamt 24 infiziert. Vier Pflege- und Betreuungskräfte sind noch nicht wieder im Dienst.

Nicht nur im Wilhelm-Langemann-Haus, auch in einer Wohngemeinschaft der Amubulanten Pflegedienste (APD) Gelsenkirchen im Quartier der Generationen an der Genkeler Straße waren mehrere Bewohner und Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert.

Meinerzhagen – Ein Großteil hat die Krankheit aber bereits überwunden. Am Mittwoch wurde mitgeteilt: „Im APD-Wohngemeinschaftshaus ,Leben in Meinerzhagen’ haben sich seit Anfang November neun Mieterinnen und Mieter, vier ambulante Pflegekräfte und vier Alltagsbegleitungen mit dem Corona-Virus infiziert. Acht Mieterinnen und Mieter sowie vier Pflege- und Betreuungskräfte sind bereits wieder virenfrei. Ein Mieter und vier Pflege- und Betreuungskräfte, darunter die Führungskräfte der Wohngemeinschaft, befinden sich weiterhin in Quarantäne.“

Erste Infektion am 7. November

Mit Bekanntwerden der ersten Infektion am Samstag, 7. November, habe die APD noch am selben Tag die Leiter des internen Corona-Care- Teams, die Pandemiebeauftragte Janina Bialon vom Qualitätsmanagement und Pflegedienstleiter Björn Schulte nach Meinerzhagen geschickt. „Im Kofferraum des Autos: sämtliche Schutz- und Hilfsmittel zur Covid19-Bekämpfung. Durch unverzüglichen Einsatz der neuen Antigen-Schnelltests bei den Mietern und Mitarbeitenden ermittelten sie in kürzester Zeit das Ausmaß des Infektionsgeschehens“, heißt es. Dieses habe sich auf die mittlere der drei Wohngemeinschaften konzentriert, die daraufhin komplett unter Quarantäne gestellt worden sei.

Da sich laut Pressemitteilung die beiden Leitungskräfte der drei Wohngemeinschaften nach der Ansteckung mit Covid-19 in häusliche Quarantäne begeben hätten, habe die APD für Meinerzhagen den Notfallplan für Personalausfälle in Gang gesetzt. „Unverzüglich übernahm die Pandemie-Beauftragte Janina Bialon gemeinsam mit einer Pflegedienstleiterin aus Gelsenkirchen kommissarisch die Leitung der Wohngemeinschaften, verstärkt durch erfahrene Pflege- Betreuungskräfte aus der Emscherstadt. Die Taskforce aus Gelsenkirchen tut seitdem Dienst an der Genkeler Straße, um die erforderliche ambulante pflegerische Versorgung der Mieterinnen und Mieter sicherzustellen und ihren Schutz vor Ansteckung zu gewährleisten“, teilten APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau und die APD-Pandemiebeauftragte Janina Bialon mit.

Frühzeitig reagiert

Dass Infektionen innerhalb der Einrichtung an der Genkeler Straße vorkommen könnten, war nicht unwahrscheinlich. Sehr frühzeitig habe sich die APD-WG als Teil des großen Netzwerks der APD-Gruppe auf ein solches Szenario vorbereitet, wird erläutert. Und weiter: „Bereits im Februar 2020 stimmte die Pandemie-Beauftragte Janina Bialon den ersten Pandemieplan, der unter anderem Verantwortlichkeiten benennt und Besuchsregelungen beschreibt, mit dem Gesundheitsamt und der Heimaufsicht ab. Innerhalb von nur einer Woche wurde er von der Behörde ohne Änderungen genehmigt. Auch das APD-Testkonzept für den Umgang mit Antigen-Schnelltests – das zweite grundlegende Regelwerk für pflegerische Arbeit in Corona-Zeiten – passierte das Gesundheitsamt ohne Beanstandungen in kurzer Zeit.“

Nach und nach kehrt Alltag ein

Jana Bialon erläutert, welche Vorbereitungen für den Ernstfall bereits früh getroffen wurden: „Nach Aussage von Behördenmitarbeitern war die WG ,Leben in Meinerzhagen’ eine der ersten ambulant betreuten Wohngemeinschaften, die dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises überhaupt ein Testkonzept vorgelegt hat.“

Nach und nach kehrt laut der Pandemiebeauftragten in der WG nun wieder Alltag ein. „Wir haben die heiße Phase gut überstanden“, sagt APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau. Aktuell ist demnach noch ein Mieter von insgesamt 24 infiziert und in Quarantäne. Vier Pflege- und Betreuungskräfte müssten coronabedingt dem Dienst weiterhin fernbleiben. Neuinfektionen gebe es keine.

Diese Entwicklung hat zur Folge, dass das Besuchsverbot schon bald aufgehoben werden soll. Claudius Hasenau freut das: „Insbesondere die Mitarbeitenden, die sich in dieser Krise so stark für das Wohlergehen der Mieterinnen und Mieter eingesetzt und Hand in Hand gearbeitet haben, können aufatmen.“ Die Wohngemeinschaften sind laut APD nun weihnachtlich geschmückt. „Die Mieterinnen und Mieter nehmen gemeinsam ihr Mittagessen ein. Sie genießen kleine Wellness-Angebote wie Handmassage oder Nägel lackieren“, scheint die Rückkehr zu einem Stückchen Normalität möglich zu sein.

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