Projekt von IHKs, FH Südwestfalen und TU Dortmund

City Lab Südwestfalen: Viele Fragen, (noch) wenige Antworten

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Darstellung der ersten Untersuchungsergebnisse des City Lab Südwestfalen.

Wie sieht sie aus, die Innenstadt der Zukunft? Welche Wege können Städte und Gemeinden gehen, um die Aufenthaltsqualität zu steigern und zugleich jene Angebote bieten zu können, die in einigen Jahren gefragt sind?

Antworten auf diese und andere Fragen will das City Lab Südwestfalen bieten. Das von der EU geförderte Projekt wird von den Industrie- und Handelskammern in Arnsberg und Hagen mit der Fachhochschule Südwestfalen und der TU Dortmund realisiert – und setzt dabei auch auf Impulse von 25 Partnerkommunen. Mit dabei sind auch sieben Städten des Märkischen Kreises (Meinerzhagen, Altena, Balve, Iserlohn, Lüdenscheid, Menden und Werdohl). 

Das City Lab startete im Oktober 2019 und soll über einen Projektzeitraum von drei Jahren aufzeigen, wie Innenstädte aufgewertet, Touristen und andere Besucher angelockt und Zuzugswillige motiviert werden, sich für einen Umzug in die betreffende Kommune zu entscheiden. Dazu stiegen die Verantwortlichen in Gespräche mit Akteuren vor Ort ein, um sich zum einen die Ist-Situation, zum anderen die erwarteten Szenarien für die Innenstadt schildern zu lassen, wie Prof. Dr. Peter Weber, von der Fachhochschule Südwestfalen im Rahmen eines Online-Pressegesprächs erläuterte. 

Prozess ist längst nicht abgeschlossen

Darin wurde aber auch schnell klar: Der Prozess ist längst nicht abgeschlossen, konkrete Handlungsempfehlungen scheinen in weiter Ferne. Und doch zeigte sich Dr. Alexander Fink von der Scenario Management International AG, die das Projekt begleitet, von den bislang gesammelten Erkenntnissen beeindruckt. In einer sogenannten Szenario-Analyse, die Fink mit einem Wetterbericht vergleicht, wurden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. 

Innenstadt als regionaler Marktplatz gefragt

Das Ergebnis: eine „Landkarte der Zukunft“, auf der sich die Vertreter der Kommunen selbst Schwerpunkte setzen und Szenarien abbilden sollten. Und viele Städte seien sich einig, wie Fink erklärte: Die Innenstadt als regionaler Marktplatz mit erlebnisorientiertem Shopping wurde nicht nur als gewünschte Veränderung, sondern auch als erwartetes Erfolgskonstrukt für die Städte mehrheitlich genannt. 

Was das aber nun in der Konsequenz bedeutet, soll erst in den kommenden Monaten erarbeitet werden – um am Ende nur noch mit zwei Kommunen das Projekt City Lab tatsächlich zu beenden. Diese Kommunen sollen dann mit „Kümmerern“ ausgestattet werden, die das Projekt weiter vorantreiben. Die Corona-Krise hat laut Peter Weber übrigens nur eine untergeordnete Rolle bei der Bewertung der Szenarien gespielt

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