Klares Bekenntnis zum Kino-Standort Meinerzhagen

Kinobetreiber Heinz Theiß plant, in Meinerzhagen langfristig weiter Filme zu zeigen. Wenn er und seine Frau Cornelia sich zur Ruhe setzen, soll in etwa fünf Jahren Sohn Sebastian den Betrieb übernehmen. - Archivfoto: Beil

Meinerzhagen - In den vergangenen Monaten blieb die Leinwand der City-Lichtspiele in der Stadthalle dunkel.

Wegen der Baustelle habe sich der Betrieb einfach nicht mehr gelohnt, sagt Heinz Theiß. Jetzt öffnet der Kino-Betreiber wieder die Türen für Publikum – wenn auch vorerst nur sporadisch.

Am Dienstag gab es von Theiß allerdings ein klares Bekenntnis zum Standort Meinerzhagen. Und das gilt auch für die Zeit nach den kommenden fünf Jahren: „Ich werde jetzt 60 Jahre alt und wenn ich in Rente gehe, soll mein Sohn Sebastian das Meinerzhagener Kino weiterführten.“

Zunächst ist aber erst einmal kleines Programm angesagt. Das wird sich hauptsächlich auf die Filmkunst-Montage beziehen. Doch auch an Wochenenden soll wieder regelmäßig Kino stattfinden. Bereits am vergangenen Sonntag zeigte Theiß in den City-Lichtspielen den neuen Heidi-Film. „Wir waren überrascht, wie viele Besucher gekommen sind“, freut sich Theiß.

Das war nicht immer so. Action-Blockbuster etwa bieten sich nach seinen Erfahrungen für den Standort Meinerzhagen nicht an: „Wir haben das vor längerer Zeit alles versucht, doch dann saßen wirklich nur zwei oder drei Gäste im Saal. Wer solche Filme sehen will, weicht wohl eher nach Lüdenscheid aus. Dort ist die Technik besser und die Leinwand größer.“

Und wie geht es dann in Meinerzhagen konkret weiter, nachdem festzustehen scheint, dass die Stadthalle und damit auch das Kino erhalten bleibt? „Wir freuen uns erst einmal, dass der Betrieb fortgeführt werden kann und das Gebäude stehen bleibt. Wieder tägliche Filme anzubieten, das wird aber schwierig. Von dienstags bis donnerstags war in der Vergangenheit kaum Betrieb. Und wenn nicht viele Leute kommen, machen auch die Filmfirmen nicht mit“, erläutert Theiß. Ab März, so der Kino-Chef, werde er aber regelmäßig Montagskino anbieten. „Und wenn die Baustelle durch ist, werden wir auf jeden Fall auch ein Wochenend-Filmprogramm haben.“

Heinz Theiß konzentriert sich inzwischen, was Kino angeht, ausschließlich auf Meinerzhagen. „In Wipperfürth haben wir unser Kino inzwischen geschlossen. Und das Open-Air-Kino in Köln, das wir eine Zeitlang durchgeführt haben, gibt es auch nicht mehr. Da war die Konkurrenz zuletzt einfach zu groß.“

Das in die Jahre gekommene Kino baulich aufzuwerten, ist zurzeit kein Thema im Rathaus. „Aktuell sind dafür im Haushalt keine finanziellen Mittel eingestellt“, teilte Friedrich Rothaar, Fachbereichsleiter „Technischer Service“, auf MZ-Anfrage mit. Aufgrund des klaren Bekenntnisses des Kino-Betreibers für den Standort könne man das in der Verwaltung aber vielleicht zum Anlass nehmen, sich erneut über das Kino zu unterhalten, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare