Christian Funke regiert Rinkscheid

Mit dem 420. Schuss holte Christian Funke den Adler in Rinkscheid von der Vogelrute.

RINKSCHEID ▪ „Die müssen von irgendeiner Tierschutzorganisation kommen“, bemerkte ein Zuschauer des Königsschießens beim Schützenfest in Rinkscheid trocken.

Die Vermutung lag nahe, denn dem Adler an der Vogelrute wurde am Samstag so lange Schonung gewährt, wie kaum einem seiner Vorgänger. Erst mit dem 420. Schuss (!) beförderte Christian Funke den Vogel zu Boden – der neue König stand gegen 17.30 Uhr fest. Er ist 31 Jahre alt, kommt aus Valbert und übt den Beruf des Werkzeugmechanikers aus. Bis zum Schluss mit auf den Vogel angelegt hatten am Samstag neben dem späteren König auch Frank und Stefan Valenthorn.

Bis auch die Königin das erste Mal ihrem Volk vorgestellt wurde, sollte es allerdings noch ein wenig dauern. Denn: Für Anna Issel war es eine große Überraschung, als Christian Funke sie nach dem Königsschuss in Valbert anrief und sie bat, Schützenkönigin zu werden. Die 19jährige Abiturientin war nämlich gar nicht dabei, als am Nachmittag beim Schützenfest in Rinkscheid auf den Königsvogel geschossen wurde.

Am Samstag erwiesen sich dann auch weitere Schützen als treffsicher: Den ersten Erfolg landete Torben Busch recht schnell. Er war es, der mit dem zwölften Schuss die Krone vom Haupt des Adlers „fegte“ – und damit die erste Insignie „erlegte“. Die 42. Kleinkaliber-Patrone, abgefeuert von Stefan Böhme, bedeutete das „Aus“ für das Zepter. Den Apfel traf Christian Funke mit dem 45. Schuss. Dann ließ die Treffsicherheit allerdings deutlich nach. Erst mit Schuss Nummer 381 war Frank Valenthorn wieder erfolgreich, er traf den linken Flügel. Der nächste Volltreffer war dann der viel umjubelte Königsschuss.

Kein Glück mit dem Wetter

Glück mit dem Wetter hatten die Rinkscheider Schützen und ihre Gäste am Samstag wahrlich nicht. Kurz nach dem Abholen der Fahne bei Reinhard Klöpper in Rinkscheid begann es zu regnen. Der Umtrunk beim scheidenden Königspaar Klaus und Britta Schories ging zwar noch einigermaßen reibungslos „über die Bühne“ – doch aus dem Marsch vom Tal auf die Rinkscheider Höhen wurde nichts. Die beiden Busse, die die Schützen nach Spädinghausen gebracht hatten, fuhren die Delegation auch wieder hoch ins Dorf – der „finale Umzug“ zu den Klängen des Spielmannszuges der Feuerwehr Hemer und des Musikvereines Altenhof bis in die Halle ging nur über die Kurzdistanz von wenigen hundert Metern.

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