Frühlingskonzert „Musik macht Freu(n)de“

Der gemischte Chor 70 als Gastgeber und der MGV Volmequelle stellten unter Leitung von Ingo Reich am Flügel auch gemeinsam ihre Gesangsqualitäten unter Beweis. - Foto: Salzmann

Meinerzhagen - Heiter und beschwingt hieß der gemischte Chor 70 am Samstagnachmittag in der Stadthalle den Frühling willkommen. „Musik macht Freu(n)de“ lautete das Motto des begeistert gefeierten Konzerts. Als Freunde, die Freude verbreiteten, unterstützten die Musikfreunde Schreibershof und der MGV Volmequelle Scherl die sangesfreudig aufgelegten Sängerinnen und Sänger beim runden, stimmigen Frühjahrskonzert.

Von Monika Salzmann

„Wir wollen den Frühling musikalisch in Meinerzhagen einziehen lassen“, so Anneliese Spehr, erste Vorsitzende des gemischten Chors 70, bei ihrer Begrüßung. Hätte der Chor gewusst, dass sich das Wetter so sommerlich zeigen würde, hätte auch ein Sommerkonzert daraus werden können. Zum zweiten Mal („Die Uraufführung war 1999“) versetzten die beiden Chöre und die Musikfreunde ihre Zuhörer in Hochstimmung – die Schreibershofer schon damals unter Leitung von Rainer Wolniczak. Bei den Chören gab Ingo Reich eine flotte, vergnügliche Marschrichtung vor.

Von der Freude am Singen und Musizieren legten alle Mitwirkenden – beim großen Finale klangmächtig auf der Bühne vereint – beredt Zeugnis ab. Launig führten die beiden Dirigenten vor voll besetzten Rängen durch ein abwechslungsreiches Programm, das jeden ansprach – ob jung oder alt. Vorfreude auf die Beiträge des Chores 70 weckte Ingo Reich schon mit seiner humorvollen Moderation. Durchweg moderne Chorliteratur brachte der gemischte Chor zu Gehör. Namen wie „Unheilig“ („Geboren um zu leben“) und „Die Toten Hosen“ („Tage wie diese“) fanden sich im topaktuellen Programm. Wunderschön, zart und berührend, brachten die Sängerinnen und Sänger, von ihrem Chorleiter am Klavier begleitet, die gefühlvolle Weise „Hallelujah“ auf den Weg. Sogar hinter Pop-Größen wie Abba und den Beatles brauchten sich die Meinerzhagener nicht zu verstecken. In gesangstechnisch anspruchsvollen Medleys versetzten sie in die Beat-Ära und die Welt des Abba-Musicals „Mamma Mia“ zurück.

Eine nicht minder unterhaltsame, volkstümliche Komponente brachte der MGV Volmequelle Scherl unter Reichs Leitung in den Nachmittag ein. Frisch und vergnügt, munter und sangesfreudig präsentierte sich der Chor. Mal versprühten die Sänger ungetrübte Heiterkeit („Wochenend und Sonnenschein“), mal lag ein kleines, wehmütiges Lächeln im Gesang („Die kleine Kneipe“). Lustvoll ging der Chor – unter anderem mit „Sierra Madre del Sur“ – auf Wanderschaft.

Seinem hervorragenden Ruf machte das 60-köpfige Blasorchester aus Schreibershof beim Frühlingskonzert alle Ehre. „Film ab!“ lautete das Motto, das die Musikfreunde, die starke Solisten in eigenen Reihen hatten, sinfonisch mit Leben füllten. Aus welchen Filmen Wagners „Walkürenritt“ oder Lübberts „Helenenmarsch“ stammten, erfuhr das Publikum von Rainer Wolniczak. Große Gefühle weckten die bildhaften musikalischen Schilderungen der prächtig aufgelegten Musikerinnen und Musiker, die die Helden aus „Braveheart“, „Top Gun“, „Bugs Bunny“, „Cinema Paradiso“ und anderen lautmalerisch in die Stadthalle holten. Ein großer Wurf gelang dem Blasorchester mit der komplexen, spieltechnisch schwierigen „Großen Suite über Winnetou“, die Erinnerungen an die Filmabenteuer des edlen Apachen-Häuptlings weckte. An der Mundharmonika brillierte Anselmo Schmand im Western-Dress. Sogar Piratenabenteuer durften nicht fehlen in diesem illustren, umfangreichen Reigen.

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