Chor Mixt(o)ur begeistert viele Zuhörer

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Mit viel Kreativität, Humor und musikalischer Vielfalt trafen die Sängerinnen und Sänger von Mixt(o)ur am Samstagabend bei ihrem Publikum ins Schwarze. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Der gemischte Chor Mixt(o)ur hatte für Samstagabend in die Stadthalle zum Konzert eingeladen. In der gut besetzten Halle präsentierten die Sängerinnen und Sänger ihr Programm unter dem Motto „Mixt(o)ur – mal anders“ – mit großem Erfolg.

Die Bühne liegt im Dunkeln, als der Gesang einsetzt. Im Schein des Schwarzlichts leuchten den Besuchern dutzende weiße Handschuhe entgegen. Neben den winkenden Händen tauchen auch Noten auf, die fröhlich wippend die Liedzeile „Seid herzlich willkommen“ begleiten. Die Zuhörer applaudieren begeistert, als mit den letzten Klängen des Willkommens-Lieds die Scheinwerfer aufflammen. Jetzt ist das erste stimmungsvolle Bühnenszenario zu sehen ist. Die Sängerinnen und Sänger des gemischten Chors Mixt(o)ur tragen Schwarz. Das Foto eines schmiedeeisernen Ornaments wird auf den Bühnenhintergrund projiziert und füllt die gesamte Fläche aus. Nur einige lilafarbene Schirme, Tücher und Blumen rahmen das Bühnenbild farbig ein. So entsteht die passende Atmosphäre für die klassischen sakralen Lieder, mit denen der Chor sein außergewöhnliches Konzert beginnt. Das „Ave Maria“ geht unter die Haut, auch das gesungene „Vater unser“ in der Version der Schlagersängerin Hanne Haller verfehlt seine Wirkung nicht, wie der kräftige Beifall belegt. Getreu ihrem Konzert-Titel „Mixt(o)ur mal anders“ präsentierte der Chor Mixt(o)ur am Samstagabend vor gut gefüllten Rängen in der Stadthalle ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Musikerlebnis. „Ursprünglich bildeten Gospels und Spirituals den Schwerpunkt unseres Repertoires“, berichtete Chormitglied Ulrich Müller von den Anfängen des Chors, der 1993 gegründet wurde. Zusammen mit Steffi Jarosch führte Müller am Samstag ebenso humorvoll wie informativ durch den Abend. „Heute möchten wir den Bogen jedoch breiter spannen.“ Zwei Jahre intensive Probenarbeit mit Chorleiterin Rosel Neumann stehen hinter dem, was der Chor am Samstag mit Bravour und viel Kreativität auf die Bühne brachte. So reichte das Repertoire von sakralen Gesängen, über Gospels, Spirituals und bekannte Volkslieder bis hin zu afrikanischen Traditionals. Dabei überraschten die Sänger immer wieder durch neue Outfits. Beim bekannten Gospel „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ kamen viele in Nonnentracht auf die Bühne, zu „Das Wandern ist des Müllers Lust“ erschien der gesamte Chor in Wanderkluft und passend zu den afrikanischen Traditionals trugen einige Sängerinnen und Sänger bunte Gewänder. Tanzend und klatschend brachten sie die Freude an der Musik zum Ausdruck. Eine Freude die schnell auf die Zuhörer übersprang. Robert von der Beck begleitete die Auftritte des Chors durch sein Klavierspiel. Für besonders bewegende Momente sorgten auch die Auftritte der Solistin Christiane Stieper. In Meinerzhagen aufgewachsen, studierte sie in Siegen Musik mit den Schwerpunkten Klavier und klassischer Gesang. Heute lebt Stieper in Schleswig Holstein und arbeitet als Grundschullehrerin. Den Kontakt zu ihrer Heimat hat sie aber nie abgebrochen und beeindruckte schon häufig bei Konzerten in der Volmestadt. Sobald sie am Flügel Platz nahm, legte sich Stille über den Saal. Mit ihrer klaren voluminösen Stimme und Stücken wie „My Way“ oder Abbas „Thank you for the Music“ traf sie bei den Zuhörern ins Schwarze. Nach einem mehr als zweistündigen Konzerterlebnis spendeten die Besucher stehend Applaus und ließen Chor und Solistin nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne. ▪ ps

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