Schüler applaudieren ihrem Hausmeister in einer fröhlichen Feierstunde

„Chef“ der Ebbeschule geht in den Ruhestland

Ein einmaliges Geschenk konnte Schulleiterin Christel Kalkowski überreichen. Zum Buch gebunden , gab es von jedem einzelnen Schulkind der Ebbeschule gemalte Bilder.

VALBERT - Sicherlich lag es hauptsächlich an der Tatsache, dass Günter Mockenhaupt auch weiterhin seiner Ebbeschule erhalten bleibt, dass die kleine Feierstunde zur Entlassung in den Ruhestand gestern so fröhlich ausfiel. Nach 37 Jahren, fünf Monaten und fünf Tagen ist am 31. Dezember das „offizielle Ende“ der Hausmeistertätigkeit in der Ebbeschule für Günter Mockenhaupt erreicht.

Von Jochen Helmecke

Schulleiterin Christel Kalkowski hatte ohne Mühe 37 Tätigkeiten, die von ihm in dieser Zeit als Hausmeister mehr oder weniger häufig erledigt wurden, zusammengetragen und zählte sie in ihrer Ansprache auf. Zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler mit einem Lied ihr Dankeschön ausgedrückt – und dabei kamen erstaunliche, alltägliche, handwerkliche, aber auch schon fast psychologische „Dienstleistungen“ zu Tage. Sie alle belegten insgesamt: Günter Mockenhaupt war ein Allroundtalent, das sich stets engagiert um Menschen und Sachen in seiner Ebbeschule gekümmert hat. Ganz logisch dementsprechend die Auffassung der Ebbeschüler: Die Schule gehört Herrn Mockenhaupt, er ist der Chef. Bei diesem Satz aus der Rede der Schulleiterin schmunzelte der „fast Rentner“ besonders.

Sehr persönlich waren die Worte von Heinz-Gerd Maikranz, der als Leiter des Schulverwaltungsamtes der Stadt Meinerzhagen an der Veranstaltung teilnahm. Neben der Anerkennung für das bisher Geleistete, ging er dabei auf die Zukunft ein. „Ich freue mich, lieber Günter, dass du uns zur Unterstützung erhalten bleibst“.

Gemeinsam mit seiner Frau bleibt Günter Mockenhaupt im Schulgebäude wohnen und wird seinem Nachfolger zur Seite stehen. Ein Umstand, der auch die Schulleitung und das Lehrerkollegium erfreut. Denn keiner kennt die Ebbeschule so wie Günter Mockenhaupt.

Damit diese für alle Seiten positive Kooperation überhaupt möglich werden konnte, musste zunächst ein nicht unerhebliches Problem aus der Welt geschafft werden.

Seit einiger Zeit ist Günter Mockenhaupt auf einen Rollstuhl angewiesen. Anstatt nun nach einer geeigneteren Wohnung, die Dienstwohnung in der Ebbeschule befindet sich im ersten Stock des Gebäudes, zu suchen, fand man gemeinsam eine andere, bessere Lösung. Ein Treppenlift wurde eingebaut und damit sichergestellt, dass „die Mockenhaupts“ dort bleiben können, wo sie über Jahrzehnte immer für ihre Schule bereitstanden und das nicht nur zur „Dienstzeit“.

Neben Blumen, einem gerahmten Spruch und einem Frühstückskorb gab es aber noch ein besonderes Geschenk der Schulkinder. Jedes von ihnen hatte „seinem Hausmeister“ ein Bild gemalt. Der sichtlich gerührte Günter Mockenhaupt ging in seinen kurzen Dankesworten nochmals auf die vielen Briefe der Schülerinnen und Schüler ein, die ihm diese während seiner Krankheitsphase geschickt hatten. „Ich habe jeden von ihnen gelesen und mich sehr gefreut“.

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