Charlotte Zeiss-Miserre neu am Ruder bei BAFF

Mit einer neuen Vorsitzenden präsentierte sich BAFF nach der Jahreshauptversammlung am Mittwoch. Unser Foto zeigt von links die 1. Vorsitzende Charlotte Zeiss-Miserre, Ulrike Kemper-Kohlhase, Sonja Höller, Susanne Bisterfeld, Christoph Gebauer, Marietta Opitz und Susanne Weber.

MEINERZHAGEN ▪ Charlotte Zeiss-Miserre aus Valbert ist die neue Vorsitzende von BAFF, dem Verein der Förderer und Freunde der Awo-Familienberatungsstelle.

Nach sieben Jahren legte der bisherige Vorsitzende Christoph Gebauer bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Mittwoch aus zeitlichen Gründen dieses Amt nieder. Zuvor hatte er noch eine weitere dreijährige finanzielle Unterstützung durch den Rotary Club Meinerzhagen gesichert. Seine Nachfolgerin, Rechtsanwältin und Mediatorin und insofern auch mit den Problemen, die sich in Familien aufgrund von Scheidung und Trennung ergeben, bestens vertraut, hatte Gebauer der Versammlung vorgeschlagen. Die zweite Vorsitzende, Marietta Opitz, und die Kassiererin, Ulrike Kemper-Kohlhase, wurden bei den Wahlen in ihren Ämtern bestätigt. Kassenprüferin wurde Susanne Bisterfeld.

Von steigenden Anmeldungszahlen für Beratungen und viel „Alltagsgeschäft“ berichtete die Leiterin der Beratungsstelle, Susanne Weber, in ihren Jahresbericht. Hinzugekommen sei ein supervisorisches Angebot für den Heilpädagogischen Kindergarten Schürfelde.

Nach dem Ausscheiden von Sabine Dopatka teilen sich die Mitarbeiter jetzt die Arbeit in den Familienzentren, wo auch eine Onlineberatung für Mütter entstehen soll. Deshalb mussten die Stunden für die anonyme Onlineberatung „Find your way“ für Kinder und Jugendliche bis November 2012 ausgelagert werden. Sie werden jetzt von BAFF auf der Grundlage einer geringfügigen Beschäftigung bezahlt. Schwerpunkte dieser Beratung sind immer noch Traumata sowie Trennung oder Scheidung. Auch das Thema „Cyber-Mobbing“, das Susanne Bisterfeld in den Mittelpunkt ihrer schulischen Beratung stellte, führte bereits zu etlichen Anfragen Betroffener.

Weiterhin verstärkt die Familienberatungsstelle ihre Zusammenarbeit mit dem Jugendamt im Falle von Kindeswohlgefährdung, der Erziehungshilfe und in familienrechtlichen Fragen. Um hierfür und auch für besonders dringliche Fälle bereit zu sein, nahmen die Mitarbeiter an einer Fortbildung teil, die auch in diesem Jahr fortgesetzt werden soll, und mussten ihr Zeitmanagement entsprechend ausrichten. In der Regel muss bei einer gewünschten Beratung augenblicklich mit vier bis sechs Wochen Wartezeit gerechnet werden.

Kassiererin Ulrike Kemper-Kohlhase konnte von einem erfreulich soliden Kontostand des Vereins berichten. Durch einen unerwarteten Zuschuss konnten im vergangenen Jahr Therapiekoffer und eine Videokamera angeschafft werden, die es ermöglicht, den Beratungssuchenden gute Interaktionen zu verdeutlichen. Außerdem ist nun jeder Mitarbeiter mit einem Laptop ausgestattet. ▪ luka

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