Chaotische Zustände: Schnee legt Volmetal zeitweise lahm 

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Meinerzhagen/Kierspe - „Solche Schneemassen sind schon außergewöhnlich. Es waren schon chaotische Zustände“, erklärt Jörg Muckenhaupt, Leiter des Baubetriebshofs in Meinerzhagen, auf Nachfrage der MZ.

Dort hatte man in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wegen der enormen Schneemenge, die in den vergangenen Tagen niederschlug, anstatt der üblichen Rufbereitschaft alle Einsatzkräfte in zwei Schichten eingeteilt, so dass die Räumfahrzeuge rund um die Uhr unterwegs sein konnten. Neben den neun eigenen sind dafür auch bis zu acht Fahrzeuge von Fremdunternehmern mobilisiert worden. „Wir hoffen, dass wir dann am Wochenende wieder in die normale Bereitschaft übergehen können“, so Muckenhaupt weiter.

Deutlich zu spüren war das Schneechaos auch bei der Meinerzhagener Polizei sowie der Kiersper und Meinerzhagener Feuerwehr. Schwere Unfälle gab es dabei bisher aber nicht. So rückten Streifenwagen in Meinerzhagen etwa zu Verkehrsunfällen mit kleineren Blechschäden aus. Lastwagen kamen mehrfach nicht von der Stelle. Bei der Feuerwehr hatte man vorsichtshalber alle Räder der Einsatzfahrzeuge mit Ketten ausgerüstet: „Damit wir bei Rettungsaktionen nicht selbst ins Rutschen geraten“, betonte Christian Bösinghaus, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Meinerzhagen.

So musste die Wehr am Mittwochnachmittag ausrücken, um Bäume von der Weststraße, der Marienheider Straße und in Reuen zu entfernen. Am Donnerstag mussten die Einsatzkräfte dann um 3 Uhr in Langenohl und gegen 11 Uhr auf der Listerstraße (L709) noch einmal Bäume wegräumen. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe gab es bislang nur einen Einsatz, der auf Schnee und Wind zurückzuführen war. Am Mittwoch gegen 20.30 Uhr rückten die Männer und Frauen des Löschzugs 4 aus, um eine umgestürzte Buche von der Straße zu räumen – damit anschließend die Anwohner von Immelscheid wieder nach Hause konnten.

Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) hatte am Donnerstagmorgen vor dem Winter kapituliert. Im Berufs- und Schulverkehr fuhr kein Bus in der Volmestadt – mit der Folge, dass in den Schulen viele Stühle in den Klassen leer blieben und der Winter manchen Schülern einen freien Tag bescherte.

Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Situation auf den Straßen, sodass die MVG ab dem Mittag ihren Dienst wieder aufnahm. Die Entscheidung, den Betrieb einzustellen, hänge jedes Mal von unterschiedlichen Faktoren ab, erläuterte MVG-Sprecher Jochen Sulies. Wetter- und Verkehrsverhältnisse spielten eine Rolle. „Busse sind eigentlich immer die letzten, die nicht durchkommen“, sagte Sulies. Komme jedoch der übrige Verkehr nicht weiter, sei man machtlos. Daher werde stets auf die aktuelle Lage reagiert. „Unsere Fahrgäste haben natürlich eine hohe Erwartungshaltung. Aber genau vorhersehen, wie es in drei Stunden aussehen wird, können wir einfach nicht“, meinte Sulies. Aktuelle Infos würden unter www.mvg-online.de veröffentlicht.

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