Chancen der Regionale sollten genutzt werden

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Im Rahmen des Regionale Projektes „Oben an der Volme“ wird mit den Nachbarkommunen verwirklicht. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Stadt Meinerzhagen muss und will sparen. Das ehrgeizige Regionale-Projekt „Oben an der Volme“ soll gleichwohl im Schulterschluss mit den drei Nachbarkommunen Kierspe, Halver und Schalksmühle angepackt und umgesetzt werden.

Im Rahmen einer öffentlichen Info-Veranstaltung am morgigen Donnerstag im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule Kierspe werden Gesamtkonzept und Einzelmaßnahmen der Bürgerschaft vorgestellt: Ab 17 Uhr mit einer Ausstellung, ab 19 Uhr dann im Dialog zwischen den vier Bürgermeistern, den Planern und der interessierten Bürgerschaft. Ziel ist es, über den dritten Stern im Rahmen der Regionale 2013 grünes Licht für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes zu bekommen.

Bei der Einbringung des Haushaltsplanes der Stadt Meinerzhagen hatte Bürgermeister Erhard Pierlings erstmals in dieser Form konkrete Zahlen zum möglichen Finanzierungsbedarf genannt. Für den Bereich Meinerzhagen sieht das Programm Vorhaben in einem Gesamtumfang von rund 12,083 Mio. Euro vor. Davon müsste die Stadt einen Eigenanteil von rund 4,259 Mio. Euro stemmen. Das Land würde den größeren Anteil über die zweckbestimmten Zuweisungen aus dem regionalen Strukturfördertopf übernehmen.

„Mir ist völlig klar, dass zu den einzelnen Bausteinen dieses zugegebenermaßen ehrgeizigen Projekts unterschiedliche Einschätzungen bestehen“, machte der Bürgermeister vor dem Rat klar. Man sei allerdings „ausgesprochen gut unterwegs“ und in besten Gesprächen mit der Bezirksregierung und den zuständigen Ministerien. „Es geht darum, die jetzt einmal gegebenen Chancen, die die Regionale 2013 den südwestfälischen Kreisen bietet, zu nutzen“, so Pierlings. Gemeinsames Ziel der beteiligten Kommunen sei es, „unsere vier Standorte in einer integrierten, aufeinander abgestimmten Entwicklungsplanung nach vorne zu bringen.“

Geschehen soll das konkret wie folgt:

• Über die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere in den Bahnhofsbereichen;

• über die Steigerung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in den vier Kommunen, so in den Innenstadtbereichen selbst und bei den Parks,

• über die ökologische Aufwertungen der die vier Kommunen verbindenden Volme mit einem attraktiven Angebot an Rad- und Fußwegen,

• über eine vernetzte Zusammenarbeit der Kulturszenen in den vier Kommunen und

• konkret in Meinerzhagen über, so Pierlings wörtlich, „sehr ambitionierte Projekte“ zur Attraktivitätssteigerung, etwa im Bereich des Stadthallenquartiers, des Eingangsportals zum Sauerland-Höhenflug oder auch des „Balkons zum Sauerland“ an der Schanzenanlage.

Das Gesamtkonzept sei der Bürgerschaft in mehreren Foren vorgestellt und im gemeinsamen Arbeitskreis diskutiert worden. Die bisherige Resonanz zeige, so Pierlings, „großes Interesse, eine weit reichende Aufgeschlossenheit den einzelnen Projektsteinen gegenüber, natürlich aber auch noch Zurückhaltung in ganz konkreten Betrachtungen.“ Vor diesem Hintergrund solle die umfassende summarische Betrachtung der Regionale zum jetzigen Zeitpunkt nicht verschrecken. „Wollen wir die Chancen der Regionale nutzen, brauchen wir aber die allumfassende Verankerung in unseren Haushalten und in den Finanzplanungen. Das ist der Rahmen, den wir vorgeben müssen, um über den so bezeichneten Dritten Stern in die Realisierung der Regionale-Projekte gelangen zu können, verdeutlichte der Bürgermeister vor dem Rat.

Von Horst vom Hofe

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