CDU stellt klar: „Es gibt keine große Koalition“

Thorsten Stracke

Meinerzhagen - Insgesamt 39,9 Prozent der Wählerstimmen verbuchte die CDU Meinerzhagen bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2009 für sich. Nach den Urnengängen 1999 (47,8 Prozent) und 2004 (42 Prozent) war dies zwar der niedrigste Wert seit zehn Jahren – und doch immer noch der drittbeste seit 1975.

Von Frank Zacharias

Und so liegt die Messlatte für das Ergebnis des diesjährigen Urnenganges hoch – eine Herausforderung, die die Partei gerne annimmt, wie Ortsverbandsvorsitzender Thorsten Stracke im Gespräch mit der MZ erklärt.

„Wir wollen auch bei der kommenden Wahl wieder klar stärkste politische Kraft vor Ort werden“, lautet die klare Kampfansage in Richtung der übrigen Parteien. Selbst die SPD – zuletzt 1994 mit 45,8 Prozent stärkste Fraktion im Rat – ließ die CDU vor fünf Jahren klar hinter sich. Die Sozialdemokraten hatten 2009 29,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, waren vor der FDP (11,4 Prozent), der UWG (9,1 Prozent), den Grünen (7 Prozent) und der Linken (3,4 Prozent) aber dennoch mit klarem Abstand zweitstärkste Kraft. Dass man die SPD auch in diesem Jahr hinter sich lassen will, daraus macht Stracke keinen Hehl – allen Unkenrufen zum Trotz. Der CDU-Ortsvereinsvorsitzende kritisiert scharf „das Gemauschel“, das eine große Koalition in Meinerzhagen sieht. „Die wird es hier nicht geben“, bekräftigte Stracke bereits bei der CDU-Versammlung in der vergangenen Woche. Zwar hätten sich die Christdemokraten und die SPD mit Jan Nesselrath auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten geeinigt. Dieser sei dann aber hauptsächlich als Chef der Verwaltung sein aktiv und „sollte ohnehin eher als überparteilich wahrgenommen werden“. Und auch für die Fraktion stünden nicht Parteigrenzen, sondern Sachfragen im Vordergrund. „Es war ja in den zurückliegenden Jahren auch das eine oder andere Mal so, dass CDU und SPD nicht an einem Strang gezogen haben oder zusätzlich von weiteren Fraktionen unterstützt wurden“, erinnert sich Thorsten Stracke.

Punkten wollen die Christdemokraten im Wahlkampf unter anderem mit einem klaren Bekenntnis zur Nahversorgung in der Innenstadt. „Es kann nicht sein, dass wir dort altengerechtes Wohnen wie etwa am Prumbomweg errichten und jetzt zulassen, dass keine 100 Meter entfernt der Kaufpark schließt“, so Stracke. Zudem will die CDU mit zwei namhaften Kandidaten auf Stimmenfang gehen: Da die stärkste Fraktion traditionell den ersten stellvertretenden Bürgermeister stellt, hofft die Partei mit Volkmar Rüsche, der dieses Amt schon seit zehn Jahren inne hat, ein echtes „Zugpferd“ präsentieren zu können. Und auch die Kandidatur eines weiteren Parteifreundes wird dieser Tage immer wieder betont: Hans Gerd Turck soll in Valbert Ortsvorsteher werden – dies gelingt aber nur, wenn auch dort die CDU im Rahmen der Kommunalwahl stärkste Fraktion ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare