Hilfe aus Meinerzhagen erreicht Philippinen

Rannieh Mercado, Mitarbeiter der Vereinten Evangelischen Mission und Leiter des Asienbüros, war auf den Philippinen. Hier steht er im zerstörten Büro der Bischöfin Dulce Pia Rose in Tacloban.

MEINERZHAGEN - Carmen Hähnel wohnt in Meinerzhagen. Die 44-jährige Presbyterin weiß es zu schätzen, dass sie in einer Umgebung lebt, in der es ihr und vielen anderen Mitmenschen an nichts mangelt. Dass anderswo auf dieser Erde die Not jedoch groß ist, davor verschließt die engagierte Mitarbeiterin der evangelischen Kirchengemeinde Meinerzhagen nicht die Augen.

Von Jürgen Beil

Und so gelten die Gedanken der Volmestädterin auch in diesen Tagen den Menschen auf den Philippinen, die durch den Taifun Haiyan am 7. November schwer getroffen wurden. Tausende von Toten und unvorstellbares Leid – auch im entfernten Meinerzhagen mag Carmen Hähnel die Hände angesichts der Zustände nicht in den Schoß legen. Deshalb unterstützt sie eine Sammlung, deren Erlös helfen soll, Not zumindest zu lindern.

„Der Taifun ist gegangen, der blaue Himmel kam zurück“, mit diesen Worten berichtetet die MAF – Mission Aviation Fellowship aus Deutschland – die Lage auf den Philippinen. Aber der Tod und die Zerstörung sind geblieben. Auch Hubschrauber der MAF versorgen die Inselbewohner, da Flugzeuge nicht landen können. Laut Bericht der MAF ist die Insel Concepcion weitgehend versorgt, doch die Nachbarinseln leiden immer noch unter großer Not. Die Mission Aviation Fellowship konnte Einheimischen dank Spenden 1000 Kilogramm Familienpackungen zukommen lassen, bestehend aus Reis und Konservendosen, sowie 2000 Kilogramm Hygiene-Sets und Lebensmittel, die vom philippinischen Roten Kreuz zur Verfügung gestellt wurde. Die Bedürftigkeit der Menschen auf den Philippinen wird noch über Monate anhalten. Die Mission Aviation Fellowship wird bis zum Ende der Erforderlichkeit vor Ort bleiben und weiterhin die Inselbewohner versorgen“, weiß Carmen Hähnel aus Berichten, die sie in Meinerzhagen erreichen. Bei der MAF handelt es sich übrigens um einen christlichen Flugdienst, der in unwegsamem Gelände Hilfe leistet und der keiner bestimmten Kirche angehört. Gegründet wurde die MAF von amerikanischen Piloten, die ab 1943 humanitäre Einsätze flogen.

Die Meinerzhagenerin Carmen Hähnel ist Mitglied im „Arbeitskreis Partnerschaft Indonesien“ des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid/Plettenberg, zu dem auch Meinerzhagen gehört. Nach dem Abschied von Pastor Friedrich Tometten aus Meinerzhagen, der sich sehr engagierte, vertritt sie dort nun gemeinsam mit Beate Placidus die Meinerzhagener Kirchengemeinde. Indonesien grenzt an die Philippinen – ein weiterer Grund für Carmen Hähnel, Unterstützung für die leidende Bevölkerung zu organisieren. „Im Rahmen der Partnerschaftsarbeit sind wir häufig bei der Vereinten Evangelischen Mission in Wuppertal zu Gast – wo auch die Not auf den Philippinen thematisiert wird. Auch deshalb haben wir hier in Meinerzhagen eine Sammlung im Kirchenkreis auf die Beine gestellt“, berichtet Carmen Hähnel über ihre Beweggründe.

Bis ins Frühjahr hinein wird die Nothilfe auch der Vereinten Evangelischen Mission wohl noch nötig sein. Die VEM bittet deshalb weiterhin um Spenden auf das Konto 90 90 90 8 bei der KD-Bank, BLZ 350 601 90, Stichwort: Taifun Philippinen. Ebenso bitte die MAF um weitere Spenden, damit per Hubschrauber Hilfe geleistet werden kann. Die MAF Deutschland hat das Spendenkonto 142 560 44 bei der Kreissparkasse Peine, BLZ 252 500 01, Stichwort Taifun Philippinen.

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