Gesamtschüler aus Valbert stranden in Meinerzhagen

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Symbolbild Schulbus

Meinerzhagen/Kierspe - Nach der Schule mit dem Bus nach Hause fahren – für viele Valberter Schüler ist das seit Beginn des Schuljahres ein Problem.

Zwar soll die von der VWS gestrichene Buslinie R61 MK ab Februar nächsten Jahres von der MVG übernommen werden, doch bis dahin bleibt der Nachhauseweg für viele Schüler schwierig. „Besonders in der dunklen kalten Jahreszeit ist das für Schüler unzumutbar“, machen jetzt auch Eltern, deren Kinder die Gesamtschule in Kierspe besuchen, auf die die Problematik aufmerksam.

Insbesondere in der dunklen kalten Jahreszeit sei die derzeitige Situation für Kinder unzumutbar, weisen Eltern auf Gefahren hin, die sich besonders an „langen Tagen“ ergeben. Wenn der Unterricht an der Gesamtschule nach der 7. Stunde um 16 Uhr ende, könnten die Schüler mit dem Bus bis nach Meinerzhagen fahren. 

Eine Stunde warten an der Haltestelle

„Ab der Sparkasse kommen sie dann nicht weiter. Der nächste Bus fährt erst um 17.40 Uhr“, schildert Astrid Euler die Situation. Als Elternvertreterin wurde sie von betroffenen Familien eingeschaltet und kann deren Sorgen durchaus verstehen: „Die Kinder kommen zum einen erst sehr sehr spät nach Hause, zum anderen haben Eltern natürlich berechtigte Sorge, wenn sie wissen, dass ihr Kind eine Stunde an einer Haltestelle stehen muss und sie keine Möglichkeit haben, es abzuholen.“

„Unzumutbar“ ist diese Situation auch aus Sicht des stellvertretenden Schulleiters Stefan Müller, der sich jetzt auch auf der Homepage der Schule an die betroffenen Eltern wendet. Die Schule habe sich gleich nach Bekanntwerden des Busausfalles mit dem Schulträger in Verbindung gesetzt, so Müller.

Bus-Einsatz ist nicht verpflichtend

Die Stadt Kierspe habe sich bereit erklärt eine sogenannte Wegstreckenentschädigung zu zahlen, wenn Eltern ihre Kinder in Meinerzhagen mit dem Auto abholen müssen. Aus Sicht des stellvertretenden Schulleiters sei diese „Lösung“ jedoch nur halbherzig: „Vor allem, wenn berufstätige Eltern gar keine Möglichkeit haben, ihr Kind abzuholen.“

Dass die Situation für die Betroffenen unbefriedigend sei, dafür hat auch Petra Koch, im Kiersper Rathaus zuständig für den Bereich Schule, Verständnis. Sie macht jedoch auf den gesetzlichen Rahmen aufmerksam, der vorsehe, dass der Schulträger einen Zuschuss zu den Fahrtkosten leiste, jedoch keine Busse einsetzen müsse. Eltern hatten auch das Einsetzen eines Kleinbusses vorgeschlagen.

Fahrplanwechsel erst Mitte Februar

„Anfragen beim Bürgermeister der Stadt Kierspe nach einer umfangreicheren Lösung wurden von der Stadt negativ beschieden“, informiert auch Stefan Müller die Eltern in seinem Schreiben. Seines Erachtens dürfe sich der derzeitige Zustand jedoch nicht noch bis zum Fahrplanwechsel Mitte Februar weiter ziehen. 

Er könne den betroffenen Eltern nur raten, sich weiterhin bei den zuständigen Schulträgern und im Kreishaus für die Beseitigung dieses Missstandes einzusetzen, so der stellvertretende Schulleiter der GSK.

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