Bund der Vertriebenen feiert

Gemeinsam sangen die Gäste stimmungsvolle Weihnachtslieder.

MEINERZHAGEN ▪ Eine geschmückte Tanne, Kerzenschein und weihnachtlich dekorierte Tische. Das empfing die Mitglieder des Bundes der Vertriebenen am Samstag im evangelischen Gemeindezentrum an der Genkeler Straße.

Zu Beginn der Adventsfeier stimmte Uwe Nigmann auf der Trompete „Tochter Zion, freue dich“ an. Im Anschluss daran sangen alle gemeinsam zu den Akkordeonklängen von Günther Langer „Oh du Fröhliche“.

Bevor sich die Besucher Kaffee und Kuchen schmecken ließen und einen geselligen Nachmittag bei Gesang, Musik und besinnlichen Geschichten verbrachten, hieß die Vorsitzende Barbara Schröder sie willkommen und dankte allen fleißigen Helfern, die ihren Beitrag zum Gelingen der Adventsfeier leisteten. Schirmherr Fred Oehm erinnerte in seiner kurzen Ansprache an die Zeiten von Not und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg. Wie er berichtete, sah er sich kürzlich sein altes Klassenzimmer im Keller der Ebbeschule an. Er hatte den Hausmeister gebeten, ihm den Kellerraum aufzuschließen. „Da stand ich nun zwischen alten Möbeln und Gerätschaften. Nach wenigen Minuten gingen meine Gedanken in die Zeit zurück, als der unselige Krieg zu Ende war“, so Oehm. Damals habe er die Schulbank mit zwei Klassenkameraden geteilt, die aus Schlesien vertrieben worden waren und schlesische Mundart sprachen. Armut und Not der Kinder seien ihm lebhaft in Erinnerung geblieben. „Das Elend ist vorbei, darf aber niemals vergessen werden“, schloss er seinen Bericht und überreichte der Vorsitzenden eine Ehrengabe der Stadt.

Worte des Dankes richtete der Meinerzhagener Herbert Monkowski an die Mitglieder. Der Mitorganisator der Jomendorf-Treffen, die alle zwei Jahre rund 300 Vertriebene aus dem früheren Ostpreußen in der Stadthalle zusammenführt, dankte dem Bund der Vertriebenen im Namen der Gemeinschaft der Jomendorfer für die gute Unterstützung. Besonders erfreulich sei, dass eine der Anliegerstraßen im neuen Wohngebiet Werlsiepen nach einer Abstimmung im Rat den Namen Jomendorf-Weg tragen solle. Auch Monkowski übergab der Vorsitzenden ein Geschenk. Mit einem abwechslungsreichen musikalischen Programm, Gesang, Anekdoten und guter Verpflegung ging es weiter und die Mitglieder verbrachten noch einige schöne Stunden miteinander. ▪ ps

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare