Stadthallen-Umfeld: „Einmalige Chance nutzen“

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Bürgermeister Pierlings erläuterte zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern die Regionale-Planungen. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Wenn wir die einmalige Chance der Regionale nicht nutzen und in unserer Innenstadt alles so lassen wie es ist, dann ist in spätestens zwanzig Jahren hier der Ofen aus...“ formulierte es Bürgermeister Erhard Pierlings. In einer Sonder-Sprechstunde stand er am Freitag im Rathaus über neunzig Minuten lang interessierten und Bürgern Rede und Antwort zu allen Fragen rund um das aktuelle Streitthema Umgestaltung des Stadthallenumfeldes.

Im Foyer des Rathausgebäudes hielt der Bürgermeister Pläne und Skizzen bereit, die das noch deutlicher machen sollen, was in den nächsten Jahren in der Innenstadt geschehen soll. Er stellte dabei den Zusammenhang der Planungen dar: Beginnend am gerade in Erneuerung befindlichen Bahnhofsgelände mit neuem zentralen Omnibusbahnhof, einer Fußgängerbrücke zur Weststraße und einer Zuwegung in Richtung Volkspark, wo unter anderem auch durch die geplante Aufwertung der Villa als Ort von Kultur und Begegnung eine deutliche Attraktivitätssteigerung beabsichtigt wird. Entlang der Bahnhofstraße und weiter dann Richtung Volmetal abzweigend soll auch ein neuer Radweg entstehen.

Im besonderen Fokus der Betrachtung dann das, was rund um die Stadthalle geschehen soll und vor allem eines zum Ziel hat: „Die Aufenthaltsqualität in unserer erkennbar in die Jahre gekommenen Innenstadt deutlich aufzuwerten in der Hoffnung, dass sich auf diese Weise auch das Einzelhandelsangebot wieder verbessern und beleben lässt.“

Der nach geplantem Rückbau der vierspurigen trennenden Fahrbahn zwischen Stadthalle und Innenstadt entstehende Platz könne und solle „verbindende Funktion haben“, erläuterte der Bürgermeister. Der Wochenmarkt als Kundenmagnet rücke ebenfalls näher ins Zentrum. Im sogenannten blauen Haus könne man sich anstelle der bisherigen Nutzung (Spielhalle, Videothek) eine deutlich attraktivere Belegung vorstellen – zum Beispiel an dieser Stelle auch die Unterbringung eines in Meinerzhagen derzeit schmerzlich vermissten Drogeriemarktes.

Störender Durchgangsverkehr werde aus der Innenstadt herausgehalten, der innerörtliche Zielverkehr dagegen künftig besser gestaltet.

Finanziell abgesichert sei das Ganze im Rahmen der Haushaltsplanung auch, versicherte Pierlings. Dabei habe das Gesamtkonzept die volle Unterstützung seitens der Bezirksregierung und des Landes NRW gefunden. „Wir können auf diese Weise von erheblichen Zuschüssen in Form von Fördergeldern profitieren, die wir ansonsten so auf lange Zeit wohl niemals wieder würden in Anspruch nehmen können“, unterstrich er.

Dass Parkplätze in der Innenstadt auch weiterhin reichlich und kostenlos zur Verfügung stehen, wies Pierlings anhand der Pläne nach. Um am besonders stark frequentierten Freitag zusätzliche Kapazitäten vorhalten zu können, sei auf ansonsten durch Dauerparker belegten Parkplätzen an der Stadthalle für diesen Tag beispielsweise auch eine Kurzzeit-Regelung mit Parkscheibe vorstellbar.

Gegner und Befürworter gleichermaßen waren ins Rathaus gekommen. Den einen oder anderen Skeptiker schien der Bürgermeister am Ende überzeugt zu haben. ▪ -fe

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