Schulwegsicherung wird zur Chefsache

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Eltern wollen für ihre Kinder einen möglichst sicheren Schulweg – manche von ihnen fahren die Schüler daher am liebsten bis direkt vor die Schule und gefährden dadurch andere.

Meinerzhagen - Zu viele „Elterntaxis“, zu wenige sichere Schulwege: Auf diesen Nenner kam am Montag auch der Rat, als Raimo Benger (UWG) die Situation für Schulkinder auf der Wahr zur Sprache brachte. Dort hatten Anwohner und Eltern zuletzt auch gegenüber der MZ ihren Unmut kundgetan.

Das allmorgendliche Verkehrschaos ist ihnen ein Dorn im Auge – und gefährdet jene Schüler, die zu Fuß den Schulweg antreten. Im Rahmen der jüngsten Ratssitzung wiederholte Bürgermeister Jan Nesselrath den Ratschlag, die Kinder im Zweifel am Ehrenmal oder auch an der Stettiner Straße rauszulassen, wenngleich es dort nur wenige Haltemöglichkeiten gebe. Von der Nutzung des Schützenplatzes als Ausstiegsmöglichkeit der Kinder riet er hingegen – anders als zunächst vom Schulträger in einem Elternbrief geraten – ab. 

„Das ist aufgrund des Weges vom Platz bis zur Schule einfach zu gefährlich“, sagte Nesselrath, der das Thema „Schulwegsicherung“ aber zur Chefsache erklärt. Gemeinsam mit Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar wolle er nun überlegen, wie man die Situation vor Ort entschärfen kann. Dass die Verkehrsdichte in den Morgenstunden zugenommen habe, liege zum einen an dem Umstand, dass seit diesem Schuljahr auch Schüler aus Plettenberg die Mosaikschule besuchten. 

Zum anderen habe man es aber nicht nur auf der Wahr mit „beratungsresistenten Eltern“ zu tun. Auch der Hinweis Schüler nicht direkt am Gymnasium, sondern am ZOB raus- und über die Fußgängerbrücke laufen zu lassen, verpuffe immer wieder, so Nesselrath.

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