Partnerstadt

Gelungene Premiere: Erste Bürgerfahrt nach St. Cyr sur Loire

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In ungezwungener Runde feierten die Meinerzhagener mit ihren Freunden aus der Partnerstadt St. Cyr sur Loire.

St. Cyr - Die französische Partnerstadt St. Cyr sur Loire war das Ziel der ersten Bürgerfahrt nach Frankreich, die das Meinerzhagener Komitee für Städtepartnerschaft ausrichtete.

22 Meinerzhagener machten sich auf, um über Pfingsten ein paar schöne Tage dort zu verleben, alte Freundschaften zu erneuern oder zum ersten Mal die Stadt und das Loiretal in seiner Schönheit zu erfahren. 

Zwölf Stunden Fahrt lagen vor den Mitreisenden, als sie am frühen Freitagmorgen in den Bus stiegen. Karin Makéreel hatte alles bis ins Kleinste organisiert und ein interessantes Programm zusammengestellt. Während einige Volmestädter es vorgezogen hatten, in Tours in einem Hotel zu übernachten, waren die übrigen in Familien untergebracht. Fremd waren sich die wenigsten. Viele Meinerzhagener waren bereits oft in St. Cyr zu Gast oder hatten die französischen Freunde in Meinerzhagen beherbergt. 

Bürgerfahrt nach St. Cyr sur Loire

Francine Lemarié, stellvertretende Bürgermeisterin von St. Cyr, wartete im Rathaus und bei Außentemperaturen von 30 Grad schon auf die kleine Gruppe und nach einigen Grußworten kamen sich Gastgeber und Gäste bei einem Glas Sekt näher. Den Abend verbrachten sie in den Familien oder in ihrem Hotel. Eine Stadtführung durch Tours, der Besuch des Museums du Compagnonnage und eine Schifffahrt auf der Loire füllten das Programm des ersten Tages. Die Gesellen- oder Meisterstücke vieler Handwerker waren in dem Museum ausgestellt. Da gab es etwa Schuster, die Stiefel ohne Naht gefertigt hatten, andere Handwerker hatten beeindruckende Holzeinlegearbeiten hergestellt und wieder andere Metalltore in Miniatur geschaffen.

Flussfahrt auf der Loire 

Ein heftiger Regenschauer ließ erst Böses ahnen, doch nach einem gemeinsamen Mittagessen am Ufer der Loire kam die Sonne wieder heraus und die geplante Schifffahrt auf der Loire fiel nicht ins Wasser. Zwei alte, sehr flache Schiffe, warteten am Ufer auf die Volmetaler, die nun, vorbei an Sandbänken und Stromschnellen, eine Stunde über den gar nicht tiefen Fluss fuhren. Obwohl die Loire an vielen Stellen gerade einmal einen Meter tief ist, schwimmt hier niemand. Es sei zu gefährlich, da der Grund des Flusses aus Treibsand bestehe, man dort nicht stehen könne und durch die Stromschnellen nicht mehr ans Ufer komme, wurde erläutert. Der Abschluss des Tages wurde in einem Felsenkeller bei einem Essen mit den französischen Gastgebern verbracht. 

Mit einem kleinen Rundgang durch den Park des Rathauses in St. Cyr begann der zweite Tag der Fahrt. Der Besuch des Schlosses Chenonceaux war der Höhepunkt des Morgens. Ausgerüstet mit Audioguides, schlenderten die Meinerzhagener durch die Räume des Schlosses, das am Pfingstsonntag auch von vielen Franzosen besucht wurde. Besonders beeindruckend: Blumengestecke standen auf vielen Tischen – dafür ist Chenonceaux berühmt. Zweimal in der Woche werden hier die Blumen von einem Heer von Gärtnern zu bemerkenswerten Sträußen gebunden, wobei die Blumen zumeist aus den eigenen Gärten stammen.

Meinerzhagener Spezialitäten

In Amboise genossen die Reisenden dann die Stimmung in der Altstadt, den Blick auf das Schloss und ein stärkendes Mahl. So gut vorbereitet, stand die Besichtigung der Weinkellerei „Plou & Fils“ in Chargé an, der eine ausgiebige Weinprobe mit elf Weinen folgte. Ein Apéritif mit deutschen Spezialitäten, das war für diesen Abend von den Meinerzhagenern vorbereitet worden. Unterschiedliche Wurstsorten, heimisches Schwarzbrot, eine Drei-Liter-Flasche Meinerzhagener Tropfen sowie Bier aus dem Sauerland – ergänzt durch französischen Käse und anderen örtlichen Spezialitäten – rundeten das Angebot ab. Zuerst noch etwas zurückhaltend, stieg die Stimmung bald an. Eine kleine Gruppe Musiker wusste das zu nutzen, spielte eine Polonaise und bald schlängelte sich eine lange Gruppe Europäer durch den Saal. Wehmütig war der Abschied Pfingstmontag. „Kommt uns bald besuchen“, hieß es oft und die französische Abschiedszeremonie, ein Küsschen links und ein Küsschen rechts, wollte kein Ende nehmen.

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