Bigge-/Listersee: Regionale-Gespräch mit lokaler Ausrichtung

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Er ist Bestandteil eines „Großprojektes“: Der Uferbereich in Sondern.

Meinerzhagen - Der Hauptanteil der Besucher der Informationsveranstaltung über die Regionaleprojekte für die Städte Attendorn, Drolshagen, Olpe und Meinerzhagen kam am späten Montagnachmittag aus Sondern.

Von Jochen Helmecke

Aber auch Gäste aus den anderen Mitgliedskommunen des Zweckverbandes Tourismus Biggesee-Listersee waren der Einladung gefolgt. Darunter eine Delegation der Stadt Meinerzhagen, welcher die städtische Tourismusbeauftragte Christiane Rosenberg sowie Friedrich Rothaar, Jürgen Tischbiereck, Valko Gerber und als Verbandsvorsteher Mathias Scholand angehörten.

Im August 2012 gründeten die vier „Anliegerstädte“ den Zweckverband. Hauptaufgaben: Die Umsetzung der Maßnahmen des Regionale-Projektes „Naturerlebnisgebiet Biggesee-Listersee“. Rund 10,4 Millionen Euro wurden mittlerweile vom Land für die „Frischzellenkur“ der beiden Seen bereitgestellt und sind zum Teil auch schon ausgegeben. Zu diesen „fertigen“ Maßnahmen zählen beispielsweise die Aussichtsplattform in der Waldenburger Bucht, aber auch die Badestelle unterhalb des Schnütgenhofes. Ebenso sind schon Teilbereiche des Bigge-Lister-Radringes realisiert. Dessen Fortsetzung auf dem Stadtgebiet von Meinerzhagen findet Niederschlag in den geplanten Radwegeportalen in Hunswinkel und in Valbert an der Evangelischen Kirche. Dort stehen die Abschlussarbeiten unmittelbar bevor. Ebenfalls zählt die Anlegung des Bürgerradweges Mühlhofe/Albringhausen zu diesem Projekt. Für die Umsetzung des Baus dieses Weges, der parallel zur Landstraße 539 auf einem bestehenden Forstweg angelegt werden soll, laufen derzeit noch die notwendigen Feinabstimmungen.

Ebenfalls noch nicht spruchreif ist der Starttermin für die Arbeiten an der Badestelle in Windebruch. Die Suche nach 40 000 Kubikmeter unbelastetem Material zur Auffüllung der Bucht gegenüber dem Fischerheim erweist sich als schwer. „Für den Kauf des geeigneten Materials fehlen uns die Mittel. Daher sind wird in Verhandlungen, um kostenlos an den Boden zu kommen“, so Friedrich Rothaar von der Stadt Meinerzhagen.

Ein Großprojekt der Regionale 2013 steht in Olpe Sondern an. Dort sollen grundsätzliche, städtebauliche Veränderungen vorgenommen werden. Dementsprechend groß war auch am Montag das Interesse der anwesenden Anlieger. Der technische Beigeordnete der Stadt Olpe, Bernd Knaebel, erläuterte den Sachstand und ging dabei auch auf verschiedenen Planungsdetails ein. Zudem konnte er bekanntgeben, dass mittlerweile ein Ausführungsauftrag an den Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbes vergeben wurde. Erhalten hat diesen das Planungsbüro „A 24 Landschaft“ aus Berlin. Schwerpunkte der vorgesehenen Umgestaltung sind der Uferbereich und die Zugänge zur Bigge. Knackpunkt dabei: die Bahnunterführung. Diese soll zwar auf Drängen der Bahn erhalten bleiben, gleichzeitig ist jedoch ein barrierefreier Zugang vorgesehen. Im Moment sind die Schiffe der „Biggesee-Flotte“ nur mühsam über eine steile Treppe und im Anschluss eine nicht minder steile Rampe zu erreichen.

3,2 Millionen Euro sind durch einen entsprechend Bewilligungsbescheid vom Land bereits für die Umgestaltung zugesagt worden. Knaebel rechnet damit, dass im dritten Quartal 2015 mit den Arbeiten begonnen werden kann.

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