Sperrung der L 694 bei Neuemühle wird noch längere Zeit bestehen bleiben

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Die Sanierungsarbeiten an der Brücke über den Versebach sind eingestellt. Das Bauwerk muss komplett abgerissen werden.

MEINERZHAGEN -  Ursprünglich sollte die Sperrung der Landstraße 694 in Einmündungsbereich in die L 696 in der Ortslage Neuemühle nur bis zum Sommer dauern. Doch die geplanten Sanierungsarbeiten an der baufälligen Brücke über den Versebach gerieten ins Stocken.

Von Horst vom Hofe

Es zeigte sich, dass ein kompletter Neubau am Ende die wirtschaftlichere und vor allem dann auch dauerhaftere Lösung sein würde. Jetzt muss umgeplant werden und das bedeutet, dass die Landstraße unterhalb der Fürwiggetalsperre noch für längere Zeit gesperrt bleibt.

Das hat beispielsweise auch für das unmittelbar angrenzende Gasthaus fatale Folgen. Ausflügler, die nach dem Besuch der Fürwiggetalsperre hier gern noch einkehren, ist der Weg dorthin weiter versperrt. Weder mit dem Auto noch zu Fuß kann man derzeit die abgesperrte Baustelle passieren.

Michael Overmeyer vom Landesbetrieb Straßen NRW bedauerte im Gespräch mit der MZ die eingetretene Situation. „Das war so nicht vorhersehbar. Wir haben auch geprüft, ob wir zumindest einen provisorischen Fußgänger-Überweg anlegen können. Doch das lässt die Örtlichkeit nicht zu.“

Dass die alte Gewölbebrücke aus Bruchsteinen nunmehr doch abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt werden muss, ist das Ergebnis eines Ortstermins am Mittwoch dieser Woche. Noch einmal wurde das alte Bauwerk einer gründlichen Untersuchung unterzogen. Dabei wurden laut Michael Overmeyer Schäden festgestellt, die vermutlich auf die Nutzung von Schwerlastverkehr zurückzuführen seien. Das Bauwerk sei durchgängig gerissen und akut einsturzgefährdet. „Die Brücke ist leider nicht mehr zu retten“, so laut Michael Overmeyer der Befund.

Das alte Bauwerk muss komplett abgerissen werden. Dies ist allerdings aufgrund der Lage nicht einfach. Die Brücke befindet sich nämlich mitten in einem sensiblen Wasserschutzgebiet. Daher sind bei den Planungen und Ausführungen strenge Auflagen zu beachten. Erschwerend kommt hinzu, dass derzeit noch unklar ist, mit welchem Material das Gelände um die Brücke herum seinerzeit angeschüttet worden ist. Es besteht der Verdacht, dass es sich hier auch um belastetes Material handeln könnte. Genauere Aufschlüsse soll eine für Anfang kommender Woche geplante Bodenanalyse ergeben. Erst danach kann entschieden werden, wie das Material entsorgt werden muss. Und erst dann kann auch mit dem Abbruch begonnen werden.

Parallel dazu und unter deutlichem Zeitdruck wird nun der Entwurf für das neue Brückenbauwerk erstellt. Und sobald auch die statische Prüfung vorliegt, soll so schnell wie möglich mit dem Bau begonnen werden. Das könnte, so Overmeyer, noch im November sein. Es sei auch geplant, die Baustelle dann so „einzuhausen“, dass auch beim Einsetzen winterlicher Bedingungen hier zumindest solange gearbeitet werden kann, dass die Brücke zunächst provisorisch noch während der Winterzeit wieder befahren werden kann.

Bis dahin gilt weiter: Zwischen Fürwigge und Neuemühle ist kein Straßenverkehr möglich.

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