Erst Ersatzbrücke, dann Neubau am Ortsausgang von Meinerzhagen

B 54 muss für Brückenbau gesperrt werden

Die Brücke Richtung Willertshagen, die über die B 54 führt, wird erstezt.
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Die Brücke Richtung Willertshagen, die über die B 54 führt, wird ersetzt.

Die Sperrung der Autobahnanschlussstelle Meinerzhagen in Fahrtrichtung Hagen wird für große Beeinträchtigungen sorgen, Autofahrer müssen sich bald in unmittelbarer Nähe aber auch auf weitere Einschränkungen einstellen – dann, wenn an der B 54 die Arbeiten für die neue Brücke, die Richtung Willertshagen führt, aufgenommen werden.

Meinerzhagen – Dass die Brücke, die über die B 54 führt, in diesem Jahr ersetzt werden wird, steht schon seit geraumer Zeit fest. Ähnlich wie bei der Lennetalbrücke der A 45 muss auch für die „kleine“ Variante am Meinerzhagener Ortsausgang Richtung Attendorn zunächst ein Ersatz geschaffen werden, damit das Gewerbegebiet Scherl weiterhin erreichbar bleibt. Ehe der Neubau starten kann, muss eine sogenannte Behelfsbrücke errichtet werden.

Brücke wird mit Kran eingehoben

Die Flächen für diesen Ersatz wurden bereits im November vergangenen Jahres hergerichtet. In diesem Monat werden alle Unterbauten – Widerlager, Fundamente und Pfeiler – für das Bauwerk hergestellt, erklärt Andreas Berg, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW auf Anfrage. Am Böschungskopf müssen die Widerlager, weiter unten neben der B54 die Pfeilerfundamente aus Stahlbeton errichtet werden. Danach sollen die Stahlstützen der Behelfsbrücke auf den Fundamenten aufgebaut werden, ehe die Brücke selbst in drei Abschnitten vormontiert und schließlich auf die Stützen und Widerlager aufgelegt werden soll. Eingehoben werde sie mit einem Autokran, so Andreas Berg.

Vollsperrung an zwei Wochenenden

Der Aufbau der Behelfsbrücke soll im Zeitraum nach Ostern bis Ende April erfolgen. Zeitweise wird dann am Meinerzhagener Ortsausgang nichts mehr gehen: „Für das Einheben der Brückenabschnitte wird die B 54 an zwei Wochenenden, voraussichtlich Ende April, voll gesperrt“, kündigt Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg an. Eine Umleitungsstrecke werde über den Bereich Schnüffel/Heerstraße ausgeschildert.

Ampel wird installiert

Nach der aktuellen Baudisposition soll die Montage der Behelfsbrücke aus Stahl bis spätestens Ende April fertig sein. Auch wenn sie nur ein vorübergehender „Ersatz“ ist, an der Tragfähigkeit ändert das nichts: „Die Behelfsbrücke wird den nach der Straßenverkehrsordnung zugelassenen Schwerverkehr ohne Beschränkungen tragen“, erläutert Berg weiter. Aus Platzgründen sei das Bauwerk allerdings nur einspurig befahrbar. Daher werde eine Lichtsignalanlage eingerichtet.

Sobald der Verkehr über den Ersatzbau rollt, sollen auch die Arbeiten für den Rückbau der bestehenden maroden Brücke beginnen. Bis Mitte/Ende Mai werde man damit beschäftigt sein, schätzt Andreas Berg. „Im Anschluss beginnt der Neubau. Ziel ist es, diesen bis Jahresende fertigzustellen, sodass im Januar 2022 der Verkehr auf die neue Brücke umgelegt werden kann.“ Endgültiger Abschluss der umfangreichen Arbeiten ist dann der Rückbau des Brückenersatzes.

Nicht nur arbeitstechnisch ist der Brückenneubau in der Nähe der Meinerzhagener Autobahnauffahrten aufwendig: Rund 1,4 Millionen Euro soll die Maßnahme insgesamt kosten.

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