Für mehr Geselligkeit

Treffpunkt für die Bevölkerung - so sehen Pläne für Valbert aus 

+
In den Räumen des ehemaligen Postgebäudes könnte ein Dorfgemeinschaftsraum eingerichtet werden.

Meinerzhagen – Eine urige Kneipe, in der sich die Bevölkerung trifft – das gehörte lange zu jedem Dorf. In Valbert ist das seit Schließung der traditionsreichen „Hültekanne“ allerdings Geschichte. Doch jetzt zeichnet sich eine Lösung ab, die das Problem beheben und die Geselligkeit im Ebbedorf wieder fördern könnte.

In der jüngsten Ratssitzung wurde über ein Projekt diskutiert, das der recht junge Verein „Gemeinsam für Valbert“ ins Spiel gebracht hat: Eine Teilnutzung des Erdgeschosses in den Räumen des ehemaligen Postgebäudes an der Ihnestraße 29. Dort könnte ein Dorfgemeinschaftsraum eingerichtet werden. Dazu wären allerdings einige Umbauten notwendig. Grundsätzlich ist das kein Problem, denn die Eigentümerin stehe dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber, heißt es.

„Valbert braucht einen solchen Ort, generationsübergreifend und schnell“, urteilte Volkmar Rüsche (CDU) im Rat. Die CDU jedenfalls stimme für das von der Verwaltung erarbeitete Konzept, das die Planung und Kostenermittlung für ein solches Projekt vorsieht, führte er aus. Allerdings äußerte sich Rüsche skeptisch, was die Beantragung von Fördermitteln angeht: „Das bedeutet Zeit- und Personalaufwand und außerdem muss man mit der Umsetzung der Planungen warten, bis die Mittel genehmigt sind.“ Deshalb wünscht sich Rüsche nun ein Verfahren, das er so beschrieb: „Die Kosten sollten ermittelt und den politischen Gremien vorgelegt werden. Dann könnte man auch den laufenden Haushalt damit belasten. Das würde die Errichtung eines Versammlungsortes schnell fördern.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Puschkarsky äußerte ebenfalls ein uneingeschränktes Ja zum Vorhaben und dem bürgerschaftlichen Engagement: „Es ist begrüßenswert, wenn Menschen ehrenamtlich tätig werden.“ Auch er bat die Verwaltung, die genauen Umbaukosten zu ermitteln und Ausschüsse und Rat über das Ergebnis zu informieren. Allerdings mahnte er auch, was das finanzielle Engagement der Stadt in dieser Sache angeht: „Wir dürfen kein Missverhältnis entstehen lassen.“ 

Bei seiner Parteikollegin Petra Gossen, selbst Valberterin, stoßen die Planungen jedenfalls auf Begeisterung. Sie nutzte die Ratssitzung, um den Beteiligten für ihr Engagement zu danken. Dabei hob sie den Valberter Ortsvorsteher Hans Gerd Turck und die Mitglieder des Vereines „Gemeinsam für Valbert“ hervor.

Einstimmig fiel der Ratsbeschluss am Ende der Debatte aus: Die Kosten für die Herrichtung der Räumlichkeiten an der Ihnestraße 29 werden nun geprüft. Der Bürgermeister wird außerdem beauftragt, mit der Eigentümerin des Gebäudes Kontakt aufzunehmen. Jan Nesselrath soll dabei die Möglichkeit der Herrichtung eines Dorfgemeinschaftsraums in einem Teil des Hauses ausloten. Gleichzeitig wird der Bürgermeister darum gebeten, zu prüfen, ob es Fördermöglichkeiten – beispielsweise aus dem Programm „Dorferneuerung 2019“ – für das Projekt „Dorfgemeinschaftsraum“ geben könnte. Doch auch wenn das nicht der Fall sein sollte, scheint eine Lösung in Sicht. Dann könnte die Stadt einspringen. 

Bei Betrieb und Unterhaltung des Gemeinschaftsraumes würde die Stadt übrigens außen vor bleiben: „In einem persönlichen Gespräch, in dem der Vorsitzende des Vereins den Bürgermeister über die Idee unterrichtete hat und um Unterstützung bat, wurde mitgeteilt, dass der Verein bereit ist, die laufenden Kosten zu übernehmen“, heißt es in der Vorlage zur jüngsten Ratssitzung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare