Festgefahren: Breiter Laster, enge Straße

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Am Donnerstag war für dieses Gespann auf der Kirchstraße Endstation. Der Fahrer hatte mit seinem Laster ein in der Kurve geparktes Auto beschädigt.

Meinerzhagen - Am Donnerstagmorgen ging auf der Kirchstraße nichts mehr: Der Fahrer eines Lastwagens mit Anhänger hatte die Breite der Fahrbahn falsch eingeschätzt. Das Gespann beschädigte in der leichten Kurve ein geparktes Auto.

Die Polizei nahm den Unfall auf und verhängte ein Ordnungsgeld, denn: Für Laster ist die Einfahrt dort verboten. „Dass Lastwagen in enge Straßen einbiegen, ist kein Einzelfall in Meinerzhagen“, weiß der Leiter der heimischen Polizeiwache, Michael Stumpe. Und der Hauptkommissar hat weitere Schwerpunkte ausgemacht, an denen es für Laster oft zu eng wird: „In Willertshagen und auf der Bergstraße – das sind Bereiche, in denen wir immer wieder solche Probleme hatten.“ 

Inzwischen wurden dort große „No-Trucks“-Zeichen aufgestellt, die allerdings auch nicht immer beachtet würden. Die Polizei muss trotz der unübersehbaren Warnzeichen nach wie vor dorthin ausrücken. „Auch wenn die Fallzahlen deutlich gesunken sind“, berichtet der Hauptkommissar. Wie am Donnerstag geschehen, verhängen die Beamten dann Bußgelder, die sich – je nach Vorkommnis – zwischen 30 und 100 Euro bewegen.

Oft halten sich die Lastwagenfahrer nach Stumpes Erfahrungen an ihre Navigationsgeräte, die einen für schwere Fahrzeuge ungeeigneten oder sogar verbotenen Weg anzeigen. „Das sind Standard-Antworten, die wir dann hören.“ Doch häufig liege es auch an einer schlechten Vorbereitung der Tour, wenn Auswärtige sich wieder einmal in einer schmalen Straße auf Meinerzhagener Stadtgebiet festgefahren hätten.

„Hier appellieren wir als Polizei auch an die Speditionen. Wenn ich einen neuen Kunden habe oder unbekanntes Gebiet anfahren möchte, kann ich vorher herausfinden, wo es möglicherweise eng wird“, rät der Wachleiter zu einer sorgfältigeren Planung. Dass auch der Zeitdruck, unter dem die Mitarbeiter des Transportgewerbes stehen, Ursache für solche Zwischenfälle sein kann, ist Stumpe durchaus bewusst. Als Ausrede mag er das aber nicht gelten lassen: „Man muss sich an die Verkehrszeichen halten. Das gilt zum Beispiel auch für die Schnörrenbach, die ebenfalls oft – verbotenerweise – als Abkürzung von Lastern missbraucht wird.“

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