Nur ein symbolischer Akt?

Breitbandausbau: Seit dem offiziellen Spatenstich passiert nichts

Baumaschinen stehen in Windebruch
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Bisher sind es nur die beiden Firmentransparente und zwei kleinere Maschinen, die auf die geplanten Arbeiten hinweisen.

War der Start des Breitbandausbaus für Privathaushalte nur ein symbolischer Akt? Diese Frage drängt sich förmlich auf. Seit dem offiziellen Spatenstich in Windebruch vor gut einem Monat ist bisher nicht viel passiert.

Meinerzhagen - Sogar Bürgermeister Jan Nesselrath hatte sich am 18. August auf den Weg nach Windebruch gemacht. Nicht von ungefähr, schließlich ging es dort doch um den Spatenstich für den Ausbau des schnellen Internets für Privathaushalte. Eine Kommunikationstechnik, die in dieser und einigen anderen Ortslagen der Stadt noch vollkommen unbekannt ist.

Rund 88 Kilometer Glasfaserkabel

Zu acht Personen von den beteiligten Institutionen, darunter die Telekom und der von ihr beauftragte Tiefbauunternehmer, stand man mit neuen Spaten und viel Symbolkraft beieinander. Zusätzlich zur optischen Ausgestaltung gab es dann vor Ort auch noch die entsprechenden Fakten. Rund 88 Kilometer Glasfaserkabel sollen verlegt werden. Ab Mitte des kommenden Jahres stehe dann der Rest der Stadtfläche mit rund 116 Kilometern Kabel an. Im Rahmen der Förderung von Land und Bund sind dafür in Meinerzhagen rund 5,35 Millionen Euro vorgesehen. Etwa 4600 Gebäude und circa 9300 Haushalte würden versorgt. Als Fertigstellungstermin peilt man dafür das Ende 2021 an.

Keine Tiefbauarbeiten zu sehen

Beim Spatenstichtermin war allerdings ein anderer Termin deutlich wichtiger: der Baustart. Der sollte zeitnah und auf Nachfrage der Meinerzhagener Zeitung während des „Festaktes“ nach Auskunft des Bauunternehmens „spätestens nächste Woche sein“. Beim Blick auf den Kalender ergab sich daraus der 24. August. Am Ende der vorvergangenen Woche (11. September) und bis Dienstagnachmittag der vergangenen Woche gab es vor Ort keine Tiefbauaktivitäten zu sehen. Auf Nachfrage beim Bauunternehmen erfuhr die MZ, „dass es bei der Einholung der Genehmigungen und bei der Vorbereitung der Baustelle Verzögerung gab, zum anderen das man sich aber nun den Start vorgenommen habe. In anderen Ortslagen hat indes der Breitbandausbau für Privathaushalte bereits konkrete Formen angenommen.

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