Brandschutz im Schulzentrum Rothenstein

Im Schulzentrum Rothenstein gibt es in Sachen „Brandschutz“ Nachholbedarf.

MEINERZHAGEN ▪ Mit einer Investitionssumme von damals rund 19 Millionen Mark war der Bau des 1979 in Betrieb gegangenen Schulzentrums Rothenstein das bis dato größte Bauvorhaben der Stadt Meinerzhagen. Jetzt gilt es hier, den Brandschutz voranzutreiben.

Mit seinerzeit 35 Stammklassen, Fachunterrichtsräumen, Dreifach-Sporthalle und weiteren Einrichtungen wurde die damals drückende Schulraumnot in der Volmestadt nachhaltig beseitigt. Grund- und Realschule sind seither hier untergebracht. Gebäude und technische Einrichtungen sind mittlerweile in die Jahre gekommen. Umfassende Erneuerungen, so zuletzt der kompletten Heizungsanlage, sind die Folge. Im Bau- und Vergabeausschuss ging es am Dienstag nun um einen weiteren sehr wichtigen Aspekt: Den Brandschutz – unter Sicherheitsaspekten an öffentlichen Einrichtungen ohnehin ein sensibles Thema, wichtig und geradezu elementar natürlich bei einer Schule mit über 800 Kindern.

Baumängel beseitigen

Aus heutiger Erkenntnis hat es seinerzeit beim Bau der Schule einige „Baumängel“ in dieser Hinsicht gegeben, zeigte in der Sitzung Friedrich Rothaar vom Baudezernat der Stadt auf. Die sollen nun nachhaltig beseitigt werden. Ein Problembereich sind dabei die Flurdecken. Hier sind unter anderem unter einer nicht brandsicheren Zwischendecke elektrotechnische Installationen verlegt. Konsequenz: Jetzt werden die Flurdecken in Brandschutzqualität ausgelegt. Die Installationen sind somit künftig tunnelartig sicher abgeschottet. Mit diesen Arbeiten ist bereits im vergangenen Jahr begonnen worden. Sie sollen nunmehr zum Abschluss gebracht werden.

Eine Prüfung der Bauaufsichtsbehörde beim Märkischen Kreis im Rahmen einer „Brandschau“ hatte einen weiteren Baumangel zu Tage gebracht: Die Bibliothek im Erdgeschoss ist zur Versammlungsstätte Aula/Pausenhalle hin nicht vorschriftschriftsmäßig brandschutztechnisch abgeschottet.

Abtrennungen nötig

Vor diesem Hintergrund und im Zusammenhang mit dem zurzeit laufenden Anbau der Mensa wurde ein neues Brandschutzkonzept durch ein Fachingenieurbüro erstellt und mit der Bauaufsichtsbehörde abgestimmt. Nunmehr ist vorgesehen, statt der Bibliothek die Aula zur Pausenhalle hin baulich durch Wände und Türen mit Brandschutzqualität abzutrennen. Darüber hinaus sind auch im Untergeschoss zur Abschottung von Fluchtwegen bauliche Abtrennungen (Brandschutzwände, Brandschutztüren) vorzunehmen. Die bauliche Abtrennung der Aula von der Pausenhalle entspricht dabei dem ausdrücklichen Wunsch der Schulleitung, da hierdurch auch ein von Störgeräuschen abgeschirmter Veranstaltungsraum entsteht.

Die Stadt rechnet für die Durchführung dieser Maßnahmen mit Kosten in Höhe von rund 270 000 Euro. Die Arbeiten werden jetzt ausgeschrieben.

Auf Rückfrage von CDU-Ratsmitglied Volkmar Rüsche erklärte Friedrich Rothaar, dass nach jetzigem Kenntnisstand mit Abschluss dieser Maßnahme alle Schulgebäude der Stadt brandschutztechnisch den heutigen hohen Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Im Untergeschoss des Schulzentrums Rothenstein wird zudem die Entlüftungsanlage erneuert. Die energetische Sanierung der Anlage wird es künftig ermöglichen, in den nicht ständig genutzten Fachunterrichtsräumen die Lüftung separat und bedarfsgerecht zu schalten. Hierfür sind weitere 240 000 Euro eingeplant. ▪ -fe

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