Brandschutz genießt höchste Priorität

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Heinz Georg Föster (links) vom Gebäudemanagement der Stadt und Hausmeister Ralf Schulte in einem Fachunterrichtsraum, in dem zurzeit die Beleuchtungs- und Lüftungsanlage erneuert wird. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Schüler und Lehrer genießen zurzeit noch die Sommerferien. Doch im Schulzentrum Rothenstein herrscht geschäftiges Treiben. Das Untergeschoss gleicht aktuell einer Großbaustelle. „Wir müssen fertig werden, bis der Unterricht im neuen Schuljahr wieder beginnt. Und wie immer wird es knapp“, erklärt Heinz-Georg Föster, bei der Stadt Meinerzhagen im Bereich des Gebäudemanagements tätig. Keine Sommerpause auch für Hausmeister Ralf Schulte. Er ist nahezu rund um Uhr täglich als Ansprechpartner für die zeitweise bis zu 15 Mitarbeiter der hier eingesetzten Baufirmen präsent

Mit einer Investitionssumme von seinerzeit rund 19 Millionen Mark war der Bau des 1979 in Betrieb gegangenen Schulzentrums Rothenstein das bis dato größte Bauvorhaben der Stadt Meinerzhagen. Jetzt gilt es hier, neben notwendigen Instandsetzungen und Modernisierungen im Bereich von Elektrik/Beleuchtung, Belüftung und Heizung vor allem den Brandschutz voranzutreiben. Dazu wurde ein den deutlich gestiegenen Sicherheitsanforderungen angepasstes Konzept entwickelt, das umfängliche bauliche Veränderungen umfasst.

So wird es künftig für Grund- und Realschule getrennte Fluchtwege durch zwei voneinander abgeschlossene Treppenhäuser geben. Die Wege zu den beiden Ausgängen im Untergeschoss – Wände, Türen, Decken – werden dabei nach feuerschutzmäßig höchstem Standard ausgelegt. Auch die inzwischen realisierte bauliche Abtrennung von Aula und Schulbibliothek dient dem Brandschutz in dem Schulzentrum mit zusammen rund 800 Schülern.

Aus heutiger Erkenntnis hatte es seinerzeit beim Bau der Schule einige „Baumängel“ gegeben, die nun nachhaltig beseitigt werden. Ein Problembereich sind dabei die Flurdecken. Hier sind unter anderem unter einer nicht brandsicheren Zwischendecke elektrotechnische Installationen verlegt. Konsequenz: Jetzt werden die Flurdecken komplett in Brandschutzqualität ausgelegt. Die Installationen sind somit künftig tunnelartig sicher abgeschottet.

Vollständig erneuert wurde bereits die Heizungs- und Lüftungsanlage. Kürzlich wurde zudem auf dem Schuldach eine Photovoltaikanlage installiert, die in Kürze in Betrieb gehen und umweltfreundliche Energie produzieren wird.

Erneuert wurde auch die für die Sicherheit in der Schule wichtige Anlage für Lautsprecherdurchsagen in allen Räumen.

Für die ersten beiden Bauabschnitte wurden 2009/2010 rund 600 000 Euro investiert. 270 000 Euro umfasst das aktuelle Auftragsvolumen. Nach diesem dritten Bauabschnitt werden den Planungen nach 2012 und 2013 noch zwei weitere folgen in einem Umfang von zusammen etwa 350 000 Euro. Danach ist das Schulzentrum dann rundum auf den neuesten Stand der Gebäudetechnik gebracht.

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