Brand in Hunswinkel – aber keine generelle Gefahr

+
Die Holzhütte brannte in voller Ausdehnung. ▪

HUNSWINKEL ▪ Der Feuerwehr gemeldet wurde am Sonntag um 15 Uhr zunächst ein Waldbrand an der Mittellandstraße – Rauch war schon aus der Ferne zu erkennen. Erste anrückende Einsatzkräfte des Löschzuges IV Haustadt korrigierten dann jedoch die Einsatzadresse. Eine am Waldrand in der Ortschaft Hunswinkel stehende Holzhütte brannte in voller Ausdehnung.

Wie sich vor Ort herausstellte, hatten auch die umstehenden Fichten Feuer gefangen. Mit drei C-Rohren wurde der Brand schließlich bekämpft und eine weitere Ausbreitung verhindert. An der Hütte entstand jedoch Totalschaden.

Über die Brandursache und den Wert der Hütte konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Der Besitzer wurde durch die Polizei ermittelt und auch informiert. Vor Ort waren der Löschzug IV Haustadt und Teile des Löschzug II Valbert mit insgesamt 33 Mann. Nach gut einer Stunde konnte der Brandort geräumt werden.

Obwohl dieser Einsatz noch glimpflich ausging, ist die Feuerwehr in Meinerzhagen jederzeit auf größere „Schadensereignisse“ vorbereitet. Das liegt daran, dass in den kommenden Jahren durchaus wieder mit Einsätzen gerechnet wird, die mit der Klimaänderung zusammenhängen. Orkane, Überschwemmungen und Gewitter mit Blitzeinschlägen und heftigen Hagelschauern sind durchaus Szenarien, auf die die Wehr eingestellt ist. „Die Experten rechnen damit, dass sich solche Wetterphänomene häufiger auch in unserer Region ereignen“, weiß auch Stadtbrandinspektor Ulrich Blumenrath.

Die Meinerzhagener Feuerwehr hat sich im Laufe der Zeit darauf eingestellt, mit solchen Naturereignissen umzugehen. Blumenrath: „Wir haben in große Stromerzeuger investiert und leistungsfähige Tauchpumpen angeschafft. Und auch im Bereich der Organisation haben wir reagiert. Das war nötig, beispielsweise was die Kommunikation angeht. Man stelle sich vor: In einer Notsituation greifen 5000 Meinerzhagener gleichzeitig zum Handy und telefonieren – da bricht das Netz schnell zusammen. Doch wir müssen weiter kommunizieren. Deshalb galten unsere Bemühungen dem Funknetz.“

Momentan muss sich allerdings niemand übertriebene Sorgen machen. Die Waldbrandgefahr ist – trotz des Feuers in Hunswinkel – niedrig. „Das frische Grün schlägt durch, die Böden sind nach den Niederschlägen auch nicht besonders trocken“, erläuterte Ulrich Blumenrath. ▪ beil

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare