Sicherungsarbeiten in luftiger Höhe

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Das Drahtnetz wird mit einem Hubsteiger auf die Böschung aufgelegt. ▪

VALBERT ▪ Nachdem die Mitarbeiter der Firma Secrock aus Kirchhundem in der vergangenen Woche rund 100 Felsanker in den stark angewitterten Felsen der Böschung in Unterworbscheid eingebracht hatten, konnten sie am vergangenen Freitag die erste Bahn des Drahtnetzes auflegen.

Rund 200 Quadratmeter beträgt insgesamt die abzusichernde Fläche an der Gemeindestraße.

Diese war im Auftrag der Stadt nach einem Felsrutsch im vergangenen Jahr von einem Gutachter untersucht worden. Sein Fazit: Hier muss etwas passieren. Die Böschung muss gesichert werden.

Im Bau- und Vergabeausschuss erfolgte nach eingehender Beratung dann der Beschluss, die notwendigen Arbeiten in Auftrag zu geben. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Fachleute im Rathaus von einem Kostenvolumen von etwa 30 000 Euro aus. Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck teilte den Kommunal-politikern damals mit, dass mit Kosten von etwa 30 000 Euro für den Abtrag des losen Materials und das Anbringen eines Drahtgeflechtes zu rechnen sei. Eingeschlossen darin war auch der Rückbau des vorkragenden Felsvorsprungs. Eine Kosteneinschätzung, die durch den lang anhaltenden Winter nunmehr nach oben korrigiert werden muss. Im Laufe der letzten Frostperiode sind neue, vorher nicht erkennbare Schädigungen der Böschung hinzugekommen.

Aber auch eine Erweiterung der Sicherung gegenüber der ursprünglichen Planung, musste an einigen Stellen erfolgen.

„Wir mussten teilweise die Anker nicht nur in einer Höhe von rund sechs bis sieben Metern anbringen, sondern bis auf etwa zehn Meter hinaufgehen“, so Markus Schade von der Stadt vor Ort.

Gemeinsam mit Bauleiter Torsten Kindel war er damit beschäftigt, einen letzten prüfenden Blick auf die Felsanker zu richten, bevor diese mit dem Drahtnetz verbunden werden. Wie ein überdimensionaler Maschendrahtzaun lag dieses auf dem Transportanhänger und konnte wegen des Gewichtes nur mit dem Hubsteiger abgeladen werden.

Drei starke Männer waren dann nötig, um das widerspenstige Material am Fahrkorb des Steigers zu befestigen. Danach ging es dann ab „auf den Berg“ mit dem Maschengeflecht. Mehrfach verzinkt ist der stabile Stahldraht und er hat im Normalfall eine „Lebenserwartung“ von rund 30 Jahren.

„An einigen Stellen der Böschung kommt auch noch ein Kunststoffgeflecht zum Einsatz. Mit ihm wollen wir kleinere Gesteinsteile und loses Erdreich sichern“, so Markus Schade.

Im Lauf dieser Woche werden die weiteren Drahtnetzbahnen auf der Böschung montiert. Teilweise erfolgt neben der Verschraubung mit den Krallplatten auch noch eine Verspannung mit Drahtseilen, um den maximalen Sicherungseffekt zu erzielen. Da vom Wetter derzeit keine Gefahr für eine Verzögerung der Arbeiten drohen dürfte, steht der Fertigstellung der Maßnahme bis Ende dieser Woche nichts im Wege. ▪ jjh

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