Bischof Overbeck besucht heimische Gemeinde

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Mitte) feierte ein Pontifikalamt mit den Volmestädtern.

MEINERZHAGEN/KIERSPE ▪ Offen, sympathisch lächelnd und das Gefühl vermittelnd, nur der augenblickliche Gesprächspartner sei ihm wichtig – diesen Eindruck hatten am Sonntagmorgen viele Katholiken aus Meinerzhagen, Valbert und Kierspe, zu denen Dr. Franz-Josef Overbeck als neuer Bischof des Bistums Essen zu einem Antrittsbesuch gekommen war.

Doch der Bischof kam nicht nur zum Sonntagsgottesdienst um 9.30 Uhr in die Marienkirche. Und das hatte einen Grund: Als er hörte, dass die heimischen Firmlinge eine Fahrt zu den Steyler Missionaren unternehmen, war er spontan bereit, schon eher aus Essen loszufahren, denn mit den Mädchen und Jungen zu sprechen und zu beten, das war ihm wichtig.

Nach dem Reisesegen für die Firmlinge begab er sich zur Marienkirche, um dort mit Pfarrer Peter Wilhelm Keinecke und Pastor Gregor Myrda sowie den Gläubigen aus der Großpfarrei St. Maria Immaculata den Sonntagsgottesdienst zu feiern.

Auf Tuchfühlung mit den Sauerländern ging Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck nach dem Gottesdienst. Jedem Besucher drückte er persönlich die Hand und wechselte ein paar Worte mit ihm. Kameras klickten für ein Erinnerungsfoto und häufig war der Satz zu hören: „Der macht aber einen sehr sympathischen Eindruck.“

Als sich der Kirchplatz leerte, stand der nächste Tagesordnungspunkt für den hohen Gast an: Das Treffen mit den Mitgliedern der kirchlichen Leitungsgremien, dem Kirchenvorstand und den Pfarrgemeinderäten. Gut zwei Stunden wurden Meinungen und Einstellungen ausgetauscht. Vorrangig wurde dabei über die finanzielle Situation in der Kirche gesprochen. Auch die Schwierigkeiten der kirchlichen Mitarbeiter klangen an, die nunmehr in der mit etwa 150 Quadratkilometern größten Pfarrei des Bistums tätig sind und oft große Entfernungen zurücklegen müssen, um ihre Arbeit zu leisten. Doch auch andere Aspekte waren ihm wichtig. „Wir müssen sehen, dass wir junge Erwachsene in die Kirche bekommen“, ließ er die Anwesenden wissen. Diese Altersgruppe sei unterrepräsentiert.

Der Abschluss des Antrittsbesuches war für Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck eine Fahrt durch die ganze Gemeinde, bei der ihm Pfarrer Peter Wilhelm Keinecke die Pfarrei in ihren Ausmaßen und Sehenswürdigkeiten näher brachte.

Ein wenig schade war es schon, dass nicht mehr heimische Katholiken den Weg nach St. Marien zum Pontifikalamt gefunden hatten. Zwar war der Gottesdienst gut besucht, doch es hätten schon einige Gläubige mehr sein können. Die Volmestädter, die den neuen Bischof persönlich „erlebt“ haben, waren jedenfalls positiv angetan. „Er steht mitten im Leben“, war der Eindruck vieler – und das gibt Hoffnung für die Zukunft im Bistum Essen.

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