Bildungsministerin zeigt sich beeindruckt von Sharens

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Die Meinerzhagener Schülergenossenschaft Sharens war auf der Messe Geno-Genial in Düsseldorf vertreten.

Meinerzhagen - „Vielfalt und Vernetzung“ – unter diesem Thema stand die Messe Geno-Genial in Düsseldorf. Zum dritten Mal schon fand die im zweijährigen Rhytmus ausgerichtete Veranstaltung statt, die vom Rheinisch-Westfälischen-Genossenschaftsverband, dem NRW-Schulministerium und dem Westdeutschen Handwerkstag ins Leben gerufen wurde.

Rund 500 Teilnehmer von 42 Schülerfirmen aus Nordrhein-Westfahlen und Rheinland-Pfalz kamen im Gebäude der DZ-Bank zusammen.

Im Mittelpunkt standen an diesem Tag die Schülergenossenschaften mit ihren Ideen und Konzepten. Mit dabei waren auch einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sharens eSG, der Schülergenossenschaft des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen (EGM).

Ein Blick zurück: Ursprünglich begonnen hat Sharens 2012 als Schülerprojekt. Die Schülerinnen und Schüler hatten damals ihr dreiwöchiges Diakonisches Praktikum absolviert, welches schon seit mehr als 15 Jahren an der Schule durchgeführt wird. Allerdings fehlte ihnen während dieser Zeit die Option, sich aktiv zu vernetzen und über ihre Erlebnisse auszutauschen. „Soziale Netzwerke wie Facebook waren und sind zwar weit verbreitet, aber sie scheinen nicht der richtige Ort für so sensible Themen und besondere Erfahrungen, wie man sie im diakonischen Bereich oft macht, zu sein. Daher hat die damalige Schülergruppe eine Alternative – nämlich das wirklich soziales Netzwerk www.sharens.org – entwickelt. Es beschränkt sich ausschließlich auf den Bereich der diakonischen Arbeit und schafft einen geschützten Raum, in dem Gleichgesinnte von ihren Erlebnissen berichten und Möglichkeiten des sozialen Engagements teilen“, heißt es.

Um eine solide Basis für die weitere Entwicklung des Netzwerkes zu schaffen, wurde 2015 die Schülergenossenschaft Sharens eSG gegründet. „Hierdurch wurde ein rechtlicher Rahmen für die Nachhaltigkeit und – finanzielle – Unabhängigkeit festgelegt. Es werden beispielsweise selbstständig Einnahmen durch den Verkauf von dynamischen Stellenanzeigen generiert. Hier können sich diakonische und soziale Einrichtungen direkt bei ihrer Zielgruppe, den sozialen und engagierten Usern des Netzwerkes, mit ihren Angeboten für Berufe, Praktika, FSJ, und ähnliches präsentieren“, wird erläutert.

Dieses Jahr war Sharens zum ersten Mal als Genossenschaft bei der Geno-Genial dabei. Wie schon unter dem Motto „Vielfalt und Vernetzung“ angekündigt, gab es ein sehr bunt gemischtes Angebot an Schülergenossenschaften, welche sich in fünf verschiedenen Bereichen präsentieren konnten: Dienstleistung, fairer Handel, Umwelt und Energie, Merchandising oder Schulverpflegung.

„Die Sharens eSG hebt sich von vielen anderen Schülergenossenschaften ab, welche sowohl ihren Standort als auch ihre Kunden in der Schule haben. So gibt es beispielsweise Firmen, welche Schulutensilien oder Brötchen verkaufen. Dies geschieht nur im Rahmen des Schulalltags. Sharens hingegen kooperiert mit externen, diakonischen Institutionen. Die Zusammenarbeit findet mit dem Gedanken einer regionalen Vernetzung statt. Auch der Nutzerkreis der Website soll über die Schulgrenzen hinweg ausgeweitet werden“, wird berichtet.

Dieser Gedanke begeisterte in Düsseldorf auch die NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann, welche beeindruckt war von der umfangreichen Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sharens eSG. Sie war sehr interessiert an dem Konzept und den Zielen der Genossenschaft und ließ es sich nicht nehmen, ihre Kollegen auf die Idee von Sharens aufmerksam zu machen.

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