Neuer Status für den Bikerpark

In einem verheerenden Zustand befindet sich die Dirt-Bike-Anlage im Grünzug Himecke. Inzwischen wurde auch der kleine Abstellraum aufgebrochen und mit Unrat vollgestopft. - Foto: Isleib

Meinerzhagen - Einen neuen Status erhält der Bikerpark in der Himecke. Wie Friedrich Rothaar vom Technischen Service der Stadtverwaltung am Dienstagabend in der Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses berichtete, wird die Anlage nicht mehr in der bisherigen Weise genutzt. Geplant ist die Demontage der Aufbauten für die professionelle Nutzung, um den Park damit in den Status eines Spielplatzes zu versetzen.

Von Göran Isleib

Bereits Ende Oktober des vergangenen Jahres hatte Friedrich Rothaar im selben Gremium darüber berichtet, dass Marvin Gebauer für die Betreuung des Platzes nicht mehr zur Verfügung stehe.

Am Dienstag hatte der Bau- und Vergabeausschuss Besuch von Marvin Gebauer, der noch einmal erläuterte, warum er keine Zeit mehr habe. Auch der Kiersper Gesamtschullehrer Wolfgang Löffler, der in der GSKi eine Fahrrad-AG anbietet, war im Ausschuss zu Gast. Löffler betreut seit etwa einem Jahr den Dirt-Bike-Park in Lüdenscheid und will sich auch um den Park in Meinerzhagen kümmern. Er erläuterte, was nötig sei, um die Anlage in einen Zustand zu versetzen, damit sie für alle Kinder und Jugendlichen zu nutzen sei. Demnach müssen die Aufbauten komplett demontiert werden, da sie nur für eine professionelle Nutzung geeignet seien und für kleine radfahrende Kinder ein hohes Verletzungsrisiko darstellten. „Wenn die Anlagen demontiert sind, brauchen wir Erdreich, um einen neuen Parcours zu bauen.“ Der soll im Laufe der Zeit von selbst weiterwachsen. Der Bikepark bleibt, wenn auch in deutlich abgespeckter Form, auf jeden Fall erhalten. Abgerissen wird aber der Zaun, denn die Anlage soll künftig der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Ratsfrau Nadine Blume (CDU) sieht allerdings mögliche Probleme mit den Anliegern, wenn der Park nun für alle geöffnet würde. Sie befürchte Lärmbelästigungen, die bislang durch die Profibiker nicht stattgefunden hätten. Weder die Verwaltung noch Wolfgang Löffler rechnen allerdings mit übermäßigem Lärm. „Der Platz ist nur für Biker interessant, es gibt keine Sitzbänke und keinen Unterstand, was zum Aufenthalt einladen würde. Und auch die Frage von Ratsfrau Petra Gossen, ob sich beim häufigen Regen in der Region der Platz nicht in ein Schlammbad verwandle, konnten Wolfgang Löffler und Marvin Gebauer verneinen. Löffler: „Wenn man das geschickt baut, bleibt der Parcours eigentlich recht trocken. Marvin Gebauer ergänzte: „Das Erdreich wird stark verdichtet und der Regen läuft dann einfach ab“. Und genau aus diesem Grund ist eine weitere Maßnahme nötig: Es muss eine entsprechende Drainage installiert werden.

Wie Friedrich Rothaar außerdem erläuterte, erhält der Platz eine entsprechende Beschilderung mit den Nutzungsbedingungen, analog zu Schildern, die an Kinderspielplätzen angebracht sind. Ausschussvorsitzender Volkmar Rüsche: „Es wäre für unsere Stadt sehr gut, wenn der Platz weiter genutzt werden könnte.“ Da der Ausschuss dem Vorhaben einstimmig positiv gegenüberstehe, ermunterte Rüsche: „Dann packen wir’s an.“ Das nahmen die Ratsherren Torben Gelhausen und Valberts Ortsvorsteher Hans Gerd Turck (beide CDU) auch gleich wörtlich. Torben Gelhausen: „Wir reißen die Aufbauten in Eigenregie ab, dann kommen keine Kosten auf die Stadt zu. Dafür gab’s Lob nicht nur vom Ausschussvorsitzenden.

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